Finger weg von USA, Europa und TV

News Corps Chief Operating Officer Peter Chernin hat in einer Diskussionsrunde in den USA erstaunliche Investment-Tipps für Medien-Unternehmen gegeben. Laut dem US-Onlinedienst PaidContent.org sagte er, man solle sich raushalten aus den USA und aus Westeuropa. Außerdem solle man die Finger lassen vom Rundfunk, Zeitungen und überhaupt traditionellen Medien. Interessant dabei ist, dass sich Rupert Murdochs News Corp selbst nicht an diese "Tipps" hält.

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Immerhin hat News Corp für sehr viel Geld das „Wall Street Journal“ gekauft, bekanntlich eine Zeitung in den USA. Außerdem ist die News Corp dabei, ihr Engagement beim Bezahlkanal Sky in Deutschland stetig auszubauen: Rundfunk-Geschäft in Westeuropa. Laut Chernin soll man sich auf die „Emerging Markets“ in Asien und auf das Digital-Geschäft konzentrieren. Wobei er in Asien bezeichnenderweise China nicht uneingeschränkt empfiehlt. Dort gebe es zwar attraktive Wachstums-Möglichkeiten, die würden aber durch massive Markteintritts-Barrieren konterkariert. „Man kann so tun, als ob man in China eine Menge Dinge unternimmt, aber man kann dort nicht wirklich Geld verdienen“, sagte Chernin laut PaidContent.org.

Die Medien-Industrie in China sei zwar weniger von der weltweiten Rezession betroffen als die westliche, aber China sei keine Oase, sagte Chernin. Bessere Chancen ergeben sich nach Meinung des News-Corp-COO in Indien, Indonesien und auf den Philippinen. Auch hier stimmen die Taten der News Corp nicht ganz mit den Worten des COO überein. Erst vor kurzem hat Rupert Murdoch angekündigt, dass die News Corp ihre Aktivitäten für WSJ.com in China deutlich ausweiten möchte.

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