Planen Burda und WAZ Vertriebs-Allianz?

Eine große Veränderung im deutschen Pressevertriebsmarkt bahnt sich an: Nach Infos des Brancheninformations-Dienstes "text intern" planen Burda, die WAZ-Mediengruppe und Michael Imhoff, geschäftsführender Gesellschafter des Modernen Zeitschriftenvertrieb (MZV), eine Allianz. Damit würde ein Vertriebsriese entstehen, der Bauer und Gruner + Jahr überholen könnte. Burda bestätigte am Abend, dass man "Gespräche führt".

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Der neue Verbund aus Burda Medien Vertrieb (100 Prozent Burda) samt  Burda-Mandanten und MZV (67 Prozent WAZ-Mediengruppe; 33 Prozent Imhoff) inklusive Partner Medienservices (51 Prozent MZV) kommt auf einen Marktanteil im Einzelhandel (Grosso und Bahnhofsbuchhandel) von 21 Prozent. Wie aus Verlagskreisen zu vernehmen ist, gab es zudem Gespräche mit dem zu Gruner + Jahr gehörenden dpv Deutschen Pressevertrieb (Marktanteil: 16 Prozent) und Axel Springer (28 Prozent), um einen noch mächtigeren Player zu kreieren. Allerdings sei man sich nicht einig geworden.
Hubert Burda Media teilte am Mittwochabend mit: „Die Verlage befinden sich in einer neuen Realität mit wesentlich geringeren Umsätzen als in der Vergangenheit. Deshalb ist im Sinne einer strategischen Notwendigkeit zu überlegen, ob es Bereiche gibt, in denen man Wettbewerb in Partnerschaften wandelt. Dies gilt unter anderem auch für den Vertrieb.“ Vor diesem Hintergrund führe Burda Gespräche. Verlagsvorstand Philipp Welte erklärte: „Eine von mehreren Optionen ist natürlich eine strategische Allianz mit dem WAZ-Konzern und dem Nationalvertrieb MZV.“ Sollte es in dieser Angelegenheit Neuigkeiten geben, werden Mitarbeiter und die Medien darüber informiert.“
 

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