Schmidt soll sich bei Juden entschuldigen

Schon nach der ersten Sendung mit neuem Konzept gibt es gleich Ärger für Harald Schmidt. Der Zentralrat der Juden in Deutschland fordert eine Entschuldigung von dem Entertainer. Schmidt hatte in seiner Show nach Ansicht des Zentralrats die Agentur für Arbeit mit dem Konzentrationslager Auschwitz verglichen. Der Generalsekretär des Rates, Stephan Kramer, bezeichnete das als "entwürdigend, geschmacklos und beleidigend".

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Der Stein des Anstoßes: Schmidt ließ ein Foto der Agentur für Arbeit einblenden, davor war ein Torbogen mit dem Schriftzug „Wachstum schafft Arbeit“ zu sehen. Vor dem Konzentrationslager Auschwitz stand auf einem Torbogen der menschenverachtende Spruch „Arbeit macht frei“. Schmidt wollte mit dem Witz wohl die Absurdität des in Wahlkampfzeiten manisch wiederholten Slogans „Wachstum schafft Arbeit“ illustrieren.

Beim Zentralrat der Juden kam der Witz nicht gut an. Generalsekretär Kramer forderte Schmidt auf, sich persönlich zu entschuldigen. Von Schmidt und seinem Sender WDR gab es bisher noch keine Stellungnahme. Schmidt hat schön öfter den Ärger des Zentralrats auf sich gezogen. Zuletzt protestierte der Verband gegen das „Nazometer“ in der Vorgänger-Show „Schmidt & Pocher“. Das „Nazometer“ war ein Kasten auf dem Schreibtisch, der Alarm schlug, wenn unbotmäßig Nazi-Vergleiche oder -Anspielungen getätigt wurden. Bei der Premiere der neuen Schmidt-Show hätte das „Nazometer“ gewiss auch heftig ausgeschlagen.

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