„Westfalenpost“ relauncht: Heimat first!

Eine Regionalzeitung macht Nägel mit Köpfen: Die zur WAZ-Gruppe gehörende "Westfalenpost" (WP) besinnt sich auf ihre Kernkompetenz und verstärkt die lokale Berichterstattung, auch die Blattstruktur ist überarbeitet worden. Mit dem Relaunch als Heimatzeitung am kommenden Montag will der Verlag mehr Lesernähe gewinnen. Die WP entspricht damit einer Forderung vieler Medientheoretiker: Nur mit der Konzentration auf das Lokale könnten Zeitungen in der Region sich heute gegen die wachsende Konkurrenz im Internet behaupten.

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Als wichtigste Neuerung gibt die einzige Zeitung der WAZ-Gruppe, die sich nicht vom zentralen Content-Desk beliefern lässt, auf der Titelseite der Regionalberichterstattung mehr Raum. Ein lokales Fenster kündigt drei Themen an. Darüber hinaus erscheint die größte Zeitung Südwestfalens (Claim: „Stimme der Heimat – Echo der Welt“) mit zwei statt vier Büchern: Dem Mantel- und dem Lokalteil, in dem nun sämtliche lokale Inhalte inklusive Sport zusammengefasst werden.

Die neue Seite „Wirtschaft in Südwestfalen“ widmet die WP komplett Berichten über Betriebe und Arbeit in der Region. Mit der Einführung der täglichen Seite „In der Nachbarschaft“ entspricht die Redaktion dem Leserwunsch nach Service – mit Informationen zu Veranstaltungen und Entwicklungen in der Nachbarschaft. Hier erhält jeder Lokalteil nach seiner geografischen Lage eine eigene Gewichtung.

Mehr Inhalt gibt es künftig auch für die jungen Leser: Die zwölf Jahre alte „Kinderpost“ erhält jetzt eine ganze Seite. Auch hier unterscheiden sich die einzelnen Lokalteile mit eigenen Fenstern.

„Alle wissen um die herausragende Bedeutung des Lokalen für Regionalzeitungen. Wir handeln danach“, erklärt Chefredakteur Bodo Zapp. „Die ‚Westfalenpost‘ versteht sich als Heimatzeitung, die den Menschen in unserer Region ein unverzichtbarer Partner sein will. Selbstverständlich werden wir das gute Qualitäts-Niveau auf unseren komplett in Hagen produzierten Mantelseiten mit dem hohen Anteil an Eigenberichten beibehalten – und noch ausbauen.“

Die Gesamt-Seitenumfang bleibt mit dem Relaunch unverändert. Das Layout wird nach Verlagsangaben lediglich „behutsam“ angepasst.

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