Das Medien-Echo zu Nachrichten.de

Seit gestern Mittag ging Nachrichten.de endlich online. Schnell bekam Burdas Nachrichten-Aggregator das Etikett "Google-News-Killer". Das Echo innerhalb der Branche ist geteilt. Alles2null.de stellt fest, dass "aus dem großen Wurf nichts" wurde. Netzwerig.com dagegen findet: "Die Seite ist gut, vielleicht sogar besser als Google News." Thomas Knüwer ist schon froh, "immerhin mal ein einigermaßen innovativer Ansatz aus einem deutschen Medienhaus" zu sehen.

Anzeige

Frank Patalong von Spiegel Online lobt Hubert Burda. „Der Verleger bezog kürzlich öffentlich Stellung und kritisierte Google vehement, weil der Suchmaschinist mit seinem News-Angebot von der Arbeit der Verlage profitiere. Burda leitete daraus die Forderung ab, die Verlage an den so entstehenden Umsätzen zu beteiligen.“ Patalong meint: „Aber Burda, seit Mitte der Neunziger einer der Online-aktivsten Verleger des Landes, belässt es nicht bei Forderungen: Er macht Google nun direkt Konkurrenz.“

Uwe Ramminger von Alles2null.de bloggt: „Als großer Wurf und vor allem als große Konkurrenz zu Google News wurde Nachrichten.de angekündigt, der erste Blick ist aber mehr als ernüchternd, der erste kleine Test ebenso. Google News braucht sich nicht warm anziehen.“ Weiter heißt es: „Äusserst bieder, wenn nicht sogar hässlich, unübersichtlich und unprofessionell. Das sind die ersten Gedanken, wenn man sich das erste Mal Nachrichten.de anschaut. Fängt man dann an zu suchen oder zu klicken kommen langsam und unlogisch als beschreibende Adjektive hinzu.“

Markus Spath scheint dagegen zufrieden mit dem Portal zu sein. „Die Seite ist gut, vielleicht sogar besser als Google News.“ Weiter lobt er: „nachrichten.de aggregiert automatisiert Nachrichten aus etwa 500 Quellen und bereitet sie appetitlich auf.“

Auch Thomas Knüwer geht gnädig mit dem neuen Portal ins Gericht. „So bleibt nach nicht mal 24 Stunden Nachrichten.de ein Kopfnick-Eindruck: Ja, das ist ganz ordentlich, das kann was werden – trotz des grauenhaft hässlichen Logos. Wünschenswert wäre eine stärkere Individualisierung: Warum sollten Nutzer, wenn sie sich doch ohnehin einloggen müssen, nicht spezielle Quelle in bestimmten Bereichen als bevorzugt angeben können?“ Weiter schreibt er: „Doch schon heute ist Nachrichten.de immerhin mal ein einigermaßen innovativer Ansatz aus einem deutschen Medienhaus.“

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige