Fußball: „ran“ hat noch Luft nach oben

Für Sat.1 war der Start in die Champions-League-Saison mit der zurückgeholten Marke "ran" zufriedenstellend – aber nicht überragend. Die erste Halbzeit des Spiels VfB Stuttgart gegen Glasgow Rangers sahen 4,62 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren, in der werberelevanten Zielgruppe reichte es aber erst mal nur für 13,8% Marktanteil. Erst in der zweiten Halbzeit kletterten die Zuschauerzahlen. Auch der Pro-Sieben-Serienmittwoch läuft – trotz sehr guter Vorlage – noch nicht ganz rund.

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Der Mittwoch bei den 14- bis 49-Jährigen:
Immerhin zeichnet sich für Pro Sieben ab, dass die Fußball-Gegenprogrammierung fürs weibliche Publikum aufzugehen scheint. „Desperate Housewives“ holte nach der Pause gleich zum Start tolle 16,9% Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und sichert sich Platz 3 im Ranking der meistgesehenen Sendungen beim jungen Publikum. 2,05 Mio. Werberelevante sahen zu. Im Anschluss startete das als „Sex and the City“-Nachfolger gehandelte „Lipstick Jungle“ mit guten Werten: 1,49 Mio. Werberelevante reichten für 12,2% (Platz 11). In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob noch ein paar Neugierige hinzukommen. Bei der Thrillserserie „Harper’s Island“, die Pro Sieben seit kurzem mittwochs um 22.15 Uhr zeigt, ist das eher schwankend. Immerhin waren diese Woche 10,1% MA drin – eine leichte Verbesserung zur Vorwoche.

Aber noch mal kurz zurück zu Sat.1, wo – wie angedeutet – in der zweiten Halbzeit noch mal ein paar fußballinteressierte Zuschauer mehr einschalteten und der Marktanteil bei den jungen Zuschauern auf 17,5% stieg (Platz 4 im Ranking). Ganz anders sieht das Bild bei der Vorberichterstattung aus: Gerade einmal 1,03 Mio. wollten ab 20.15 Uhr Oliver Welke und Franz Beckenbauer beim Vorfreuen und Sponsoren ankündigen zusehen. Das reichte demnach auch nur für 8,8% MA (und gilt fast genauso fürs Gesamtpublikum).

Und dann ist da ja noch RTL mit seinen Real-Life-Formaten, von denen zumindest die „Super Nanny“ um 20.15 Uhr wieder ein paar Dellen abbekam und sich mit 1,92 Mio. jungen Zuschauern (ungefähr so vielen wie in der Vorwoche) und einem Marktanteil von 16% abfinden muss. „Raus aus den Schulden“ schaffte im Anschluss hingegen eine Verbesserung um 400.000 Zuschauer auf 18,7% – und steht damit klar auf Platz 1 (vor „GZSZ“ mit 2,07 Mio.).

Verlierer am Mittwoch ist Kabel 1, das mit seinen Spielfilmwiederholungen gerade sowieso nicht besonders viel Glück hat, aber mit „Die nackte Kanone 33 1/3“ überhaupt keine Chance: 1,14 Mio. Zuschauer blieben übrig – und gerade mal 3,9%. Bei RTL II gibt’s derweil nix zu meckern. 6,7% für „Heroes“ und 6,4% für „Stargate Atlantis“ sind angesichts der Konkurrenz gute Werte, der Start der 3. Staffel „Torchwood“ bescherte dem Sender, für den der bisherige RTL-Mann Holger Andersen schon ab Oktober als Programmdirektor zuständig sein wird, ab 22.05 Uhr sehr erfreuliche 9,1% MA bei den 14- bis 49-Jährigen. Besser hat’s nur Vox, wo man sich diesmal sogar über einen zweistelligen Marktanteil für „Life“ freuen kann – wenn auch nur knapp: 1,28 Mio. waren dabei, das reichte für 10,1%. „Criminal Intent“ um viertel nach acht und „Crossing Jordan“ um zehn runden das Bild mit 8,9% und 9,2% ab. Auch das ZDF konnte mit einer neuen Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ wieder bei den jungen Zuschauern punkten. 10,4% MA sind das Ergebnis.

Der Mittwoch im Gesamtpublikum:
Sonst aber hatten ARD und ZDF am Mittwoch nur beim Gesamtpublikum was zu melden. Mit 4,89 Mio. Zuschauern ab 3 Jahren und 16,4% Marktanteil schiebt sich Moderator Rudi Cerne mit seiner Verbrechensaufklärung beinahe auf Platz 1 – wenn da nicht Sat.1 wäre. Für die zweite Halbzeit des Spiels Stuttgart gegen Glasgow interessierten sich nämlich 4,99 Mio. Zuschauer, die erste Halbzeit folgt dann allerdings erst nach der „Tagesschau“ und dem Wetter von „RTL aktuell“ (jaha! – wenn das mal kein Anstoß für Programminnovationen ist). Im Ersten lockte der neue „Bloch“ mit Dieter Pfaff 3,7 Mio. vor den Fernseher, „Raus aus den Schulden“ bei RTL hatten 3,64 Mio. eingeschaltet. Und Vox schafft’s, sich mit 2,29 Mio. bei „Life“ und 2,19 Mio. bei „Criminal Intent“ locker vor die Pro-Sieben-Serien zu schieben und an die „Super Nanny“ (2,95 Mio.) heranzupirschen.

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