Beckmann verlängert bei der ARD

Auf ihrer Intendantentagung in Hamburg konnten die Chefs der ARD verkünden, dass Reinhold Beckmann dem Ersten bis 2013 erhalten bleibt. Er wird weiter die "Sportschau" moderieren und bei sportlichen Großereignissen, wie den Olympischen Spielen, Fußball-Welt- und Europameisterschaften eingesetzt. Seine Talkshow behält er auch. Zuletzt musste die ARD mit Oliver Pocher und Jörg Pilawa zwei prominente Abgänge verkraften. Außerdem gibt es mit dem Quiz "Das Duell" ein neues Vorabend-Format.

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„Das Duell“ läuft ab 20. Oktober von dienstags bis freitags um 18.50 Uhr und ersetzt die abgesetzte und erfolglose Serie „Eine für Alle“ – Frauen können’s besser“. In der als Wissensquiz vorgestellten Show gibt es 20.000 Euro zu gewinnen. In jeder Folge treten ein Promi und ein Normalo-Zuschauer in verschiedenen Quiz-Kategorien wie „Allgemeinwissen“, „Schnelligkeit“, „Merkfähigkeit“, „Logik“ oder „Wissen im Tierreich“ gegeneinander an. Moderator Florian Weber, 33, hat bereits das „ARD Buffet“ präsentiert, seit 2008 ist er für den NDR als Live-Reporter und Moderator im Einsatz. Bei Erfolg könnte die ARD mit „Das Duell“ auch ein Nachfolge-Format für die „Quiz Show“ aufbauen, wenn sich Jörg Pilawa 2010 zum ZDF verabschiedet.

Die ARD-Intendanten teilten in Hamburg aber nicht nur Programm-Neuheiten mit, sondern auch Politisches. So fällten die Senderchefs den Entschluss, für die kleinsten ARD-Anstalten Radio Bremen und den Saarländischen Rundfunk weitere Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Die sogenannten „Bonner Beschlüsse“, in denen die Subventionen für die kleineren und mittleren ARD-Sender geregelt sind, sollen so weiterentwickelt werden, dass die verbleibenden Defizite der kleinen Anstalten aufgefangen werden.

Auch zu dem berühmt-berüchtigten Drei-Stufen-Test äußerten sich die ARD-Intendanten. Die Senderchefs bekundeten, dass sie die Stellungnahmen und die Kritik Dritter an dem Drei-Stufen-Test in ihre Beratungen aufnehmen wollen. Ende Oktober will sich die ARD dann nochmals ausführlich zum Drei-Stufen-Test äußern. „Dabei begründen wir etwa die von uns vorgesehene Verweildauer für einzelne Inhaltekategorien noch einmal ebenso detailliert wie den publizistischen Wert unserer Telemedien“, sagte der ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Peter Boudgoust in Hamburg. In dem Drei-Stufen-Test wird geprüft, ob Online-Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender mit ihrem öffentlichen Auftrag, der im Rundfunkstaatsvertrag geregelt ist, konform gehen. Geprüft werden die Online-Angebote auf ihren demokratischen, sozialen und kulturellen Gehalt (Stufe eins), auf ihren Beitrag zum publizistischen Wettbewerb (Stufe zwei) und auf ihren finanziellen Aufwand (Stufe drei). Boudgoust wurde bei der Intendanten-Tagung in Hamburg übrigens auch für das kommende Jahr als ARD-Vorsitzender bestätigt.

Ihren 60. Geburtstag 2010 will die ARD mit einem Programmschwerpunkt feiern. Gezeigt werden sollen Höhepunkte aus 60 Jahren ARD-Fernsehen, die von den Zuschauern teilweise selbst gewählt werden können. Aufwändige Veranstaltungen zum Jubiläum seien seien nicht geplant. Es sei nicht die Zeit für große Feste, sagte Boudgoust. Deshalb werde das Jubiläum in erster Linien in den Programmen gefeiert. Die Ausgestaltung der Jubi-Sendungen bleibt nun in bewährter föderalistischer Manier den einzelnen ARD-Anstalten überlassen.

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