Burdas Suite101 auf Expansionskurs

Longtail-Erfolgsgeschichte: Die Burda-Beteiligung Suite101 beweist beeindruckend, wie man erfolgreich Nischen besetzt und mit einer smarten Google-Optimierung gutes Geld verdient. Nachdem die Berliner innerhalb von nur anderthalb Jahren monatlich auf über 1,5 Millionen Unique Visitors verzeichnen, wollen sie nun weltweit expandieren. Die Autoren verdienen mit, wenn auch keine Riesensummen. Ab sofort ist Suite101 auch auf Spanisch verfügbar. Darüber hinaus steht ein französisches Portal kurz vor dem Launch.

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„Mit den Start der spanischen Version, expandieren wir nicht nur nach Spanien, sondern auch nach Lateinamerika“, sagt Dirk Westphal gegenüber MEEDIA. Der Berliner ist Chefredakteur der deutschen Ausgabe und als Coordinator Editorial International auch für die Expansion zuständig.

Suite101 bezeichnet sich selbst als „Netzwerk der Autoren“. Auf der Plattform können freie Journalisten und ambitionierte Hobby-Autoren in über 400 Rubriken ihre Texte veröffentlichen. Je spezieller ein Thema, um so besser. Bezahlt werden die Texter anteilig aus den Einnahmen über Google-AdSense, die direkt auf der von ihnen bestückten Unterseite erzielt werden. Heißt: Je öfter eine Geschichte geklickt wird, desto mehr Geld gibt es. „Fleißige Schreiber, die ihre Texte geschickt Aufbauen, können im Monat einen mittleren dreistelligen Eurobetrag verdienen“, sagt Westphal.

Die Suite101-Stücke sind so konstruiert, dass sie von Google möglichst hoch eingestuft werden. Beispielsweise belegten beim Suchbegriff „Schweinegrippe Symptome“ zwei Texte der Berliner Plattform die ersten beiden Plätze im Ranking der Suchmaschine.
 
Auch wenn Suite101 bereits 1996 in Kanada gegründet wurde, ist es fest in deutscher Hand. Gegründet wurde es von Boris Wertz. Bereits seit 2002 arbeitet das Portal in Kanada und startete dort unter anderen den Buchspezialisten Abebooks.com. In Deutschland ist Wertz noch an der Web-2.0-Reisecommunity Tripsbytips beteiligt. Präsident von Suite101 ist der gebürtige Hamburger Peter Berger. Bevor er bei Suite101 einstieg, arbeitete er als Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group. Bereits 2006 stieg Burda Digital Venture mit einer „signifikanten Minderheit im zweistelligen Prozent-Bereich“ bei dem Start-up aus Vancouver ein.

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