Journalist Martin E. Süskind gestorben

Im Alter von 65 Jahren ist Martin E. Süskind, der ehemalige Chefredakteur der "Berliner Zeitung" und Mitgründer des Deutschen Depeschendienstes (ddp) am Wochenende gestorben. Das berichten übereinstimmend der "Kölner Stadt-Anzeiger" und die "Berliner Zeitung". Der ältere Bruder des Schriftstellers Patrick Süskind ("Das Parfüm") arbeitet darüber hinaus bei der "Süddeutschen Zeitung" und als Redenschreiber für den damaligen SPD-Vorsitzenden und Ex-Bundeskanzler Willy Brandt.

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Der in Ambach am Starnberger See geborene Journalist war zwischen 1997 und 1999 Chefredakteur des „Kölner Stadt-Anzeigers“. Dann wechselte in die Hauptstadt und übernahm die Leitung der „Berliner Zeitung“.

Seine Karriere began der Sohn des Journalisten und Autors Wilhelm E. Süskind bei der US-amerikanischen Nachrichtenagentur UPI. Nach deren Schließung gründete er 1971 gemeinsam mit anderen Redakteuren den Deutschen Depeschendienstes (ddp).

Bereits 1973 ging Süskind zur „Süddeutschen Zeitung“, bei der er es allerdings nicht lange aushielt. 1975 wechselte er ins politische Fach und arbeitet für den damaligen SPD-Vorsitzenden und Ex-Bundeskanzler Willy Brandt als Redenschreiber. 1979 kehrte der Bayer zur „Süddeutschen Zeitung“ zurück und übernahm später die Büroleitung in Bonn.

Im „Kölner Stadt-Anzeiger“ würdigt Alfred Neven DuMont, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg, Süskind als einen „Redakteur der alten Schule“. Weiter sagt DuMont: „Durch seine feine und distanzierte Art“ habe Süskind keine Feinde gehabt, „sondern nur Kollegen, die seine höfliche Art schätzten“.

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