Social News an der Gewinnschwelle

Social News-Angebote gehörten zu den Vorzeige-Projekten des Web 2.0-Booms. Kein Wunder, bieten die Dienste, bei denen die Nutzer bestimmen, welche Nachrichten Relevant sind, doch den richtigen Mix aus Userbeteiligung und Nutzwert – zumindest in der Theorie. Im Mainstream konnten sich die Klone des US-Dienstes Digg jedoch nie durchsetzten. In der Nische entwickeln sie sich jedoch prächtig. So verzeichnet Webnews beispielsweise steigende Nutzerzahlen und arbeitet seit kurzem sogar profitabel.

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Social News-Angebote gehörten zu den Vorzeige-Projekten des Web 2.0-Booms. Kein Wunder, bieten die Dienste, bei denen die Nutzer bestimmen, welche Nachrichten Relevant sind, doch den richtigen Mix aus Userbeteiligung und Nutzwert – zumindest in der Theorie. Im Mainstream konnten sich die Klone des US-Dienstes Digg jedoch nie durchsetzten. In der Nische entwickeln sie sich jedoch prächtig. So verzeichnet Webnews beispielsweise steigende Nutzerzahlen und arbeitet seit kurzem sogar profitabel.

Die  größte Gefahr für die Web 2.0-News geht von den immer beliebter werdenden News-Aggregatoren aus. Burdas Nachrichten.de ist nur ein Beispiel dafür. Denn je besser die automatischen News-Maschinen berechnen können, welche Meldungen die Leser interessieren, desto weniger werden die Nutzer Angebote wie Webnews oder Yigg.de brauchen. „Ich denke, dass beide Konzepte ihre Berechtigung haben“, sagt Webnews-Chef Thorsten Lüttger gegenüber MEEDIA. Michael Reuter von Yigg.de ergänzt. „Reine Aggregation findet auf der algorithmischen Ebene statt. Entscheidend im Online-Konsum von News werden aber die Menschen sein, die Community. Daher ist die Aggregation die Basis, ein Hygienefaktor, die Community aber der Erfolgsfaktor.“

Yigg.de und Webnews.de sind die beiden größten deutschen Digg-Klone. Das ehemalige Holtzbrinck-Investment Webnews.de gehört mittlerweile zu ProSiebenSat.1 und wurde gerade noch stärker mit der hauseigenen Social Community Lokalisten.de verzahnt.

Der Traffic der beiden Angebote entwickelt sich unterschiedlich. So stagniert Yigg.de seit einigen Monaten. Das Angebot liegt – laut IVW – bei 1,4 Millionen Page Impressions und 876.641 Visits. „Wie haben im Moment 42.000 registrierte Nutzer, von denen 2.500 jede Woche aktiv sind“, berichtet Reuter. „Ich rechne damit, dass YiGG noch in diesem Jahr den Break Even erreicht.“

Die Konkurrenz von Webnews ist da schon weiter: „Wir arbeiten seit
kurzem profitabel“, sagt Lüttger. Dazu zeigt die Wachstumskurve der ProSiebenSat.1-Tochter zeigte in den vergangenen Monaten nach oben. Die IVW zählte für den Dienst mit den 170.000 registrierten Mitgliedern im August 2,79 Millionen Klicks und 1,7 Millionen Visits.

Um die Zukunft ihrer Angebote ist den beiden Machern nicht bange. Reuter ist davon überzeugt: „Die große Zeit für Social News bricht gerade erst an.“

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