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Brutto-Werbemarkt weiter in der Krise

Die Talsohle sei durchschritten, das Schlimmste liege hinter uns – darin ist sich das Gros der Analysten einig. Das Anzeigengeschäft hatte im Juli erstmals wieder angezogen. Doch die Zahlen, die Nielsen Media Research für den deutschen Bruttowerbemarkt im August ermittelt hat, sind beunruhigend: Die Gesamtausgaben brachen um 2,8 Prozent ein. Wie W&V berichtet, beurteilt Nielsen-Chef Ludger Wibbett die Lage dennoch gelassen. Die Zahlen seien immerhin "deutlich besser als der Durchschnitt des ersten Halbjahres".

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Die Gesamtausgaben für Werbung in den ersten acht Monaten dieses Jahres belaufen sich laut der Nielsen-Studie auf 12,5 Milliarden Euro – 2,7 Prozent unter der Summe des Vorjahreszeitraums. Besonders stark ist das Medium Zeitschrift von dem erneuten Rückgang betroffen, sein Bruttowerbeumsatz von 2,1 Milliarden Euro entspricht einem Minus von 15,0 Prozent (unbereinigt). Die Kinobranche verlor 14,8 Prozent.

Für das Fernsehen verzeichnet das Marktforschungsunternehmen für den Erhebungszeitraum einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro, was einem Verlust von 0,7 Prozent entspricht. Zu den Gewinnern: Schwarze Zahlen schreiben Zeitungen (Plus 0,6 Prozent) und Hörfunk (Plus 1,3 Prozent). Plakatwerbung legt bei einem Bruttowerbeumsatz von 572,2 Millionen Euro und einem Plus von 12,2 Prozent am stärksten zu.

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