Facebook-Klage: StudiVZ kauft sich frei

StudiVZ und Facebook haben sich darauf geeinigt, ihren Rechtsstreit zu beenden. "Beide Unternehmen kommen überein, ihre jeweiligen Forderungen in den USA beziehungsweise in Deutschland zurückzuziehen", heißt es in einer Erklärung von Facebook. Die Firmen dürfen ihre Netzwerke unverändert weiter betreiben. Spannend ist jedoch folgender Zusatz in der Erklärung: "Facebook erhält im Zuge der Einigung eine Zahlung." Über deren Höhe will Facebook keine Angaben machen.

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Insgesamt stritten die beiden Parteien vor drei Gerichten. Die Prozesse liefen in Stuttgart, in Köln und in den USA. Der Ausgang des US-Prozesses galt als der am schwersten einzuschätzende. Im Juni 2008 reichte Facebook in Kalifornien Klage gegen die StudiVZ-Betreiber ein. Der Vorwurf: Die Deutschen sollen bei der Gestaltung ihres Portals in erheblichem Umfang vom US-Vorbild abgekupfert haben.

Der Konter des damaligen StudiVZ-Chefs, Marcus Riecke, ließ nicht lange auf sich warten. Vor dem Landgericht Stuttgart reichte die Holtzbrinck-Tochter eine Klage ein, um „von deutschen Gerichten feststellen zu lassen, dass die von Facebook erhobenen Vorwürfe nicht zutreffend sind“.

Das letzte Treffen vor Gericht konnten die Berliner klar für sich entscheiden. Mitte Juni wies die 33. Zivilkammer des Landgerichts Köln eine Klage von Facebook gegen seinen deutschen Konkurrenten ab. Es ging um den Vorwurf des Diebstahls geistigen Eigentums: „Nach Auffassung der zuständigen Richter liegt trotz nicht zu übersehender Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten der beiden Internetseiten keine unlautere Nachahmung vor“, heißt es in einer Presseerklärung des Landgerichts.

Zwischen diesen drei Hauptprozessen gab es immer wieder Versuche, vor allem von Facebook, den StudiVZ-Betrieb mit Einstweiligen Verfügungen zu stoppen.

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