iPod nano: Apple launcht den Flipcam-Killer

Die Gerüchte haben nicht getrogen: Wie erwartet hat Apple seinen Kassenschlager iPod rundum erneuert. Fast alle Modelle des meistverkauften MP3-Players aller Zeiten wurden grundlegend aufgewertet. Auf die meisten Resonanz dürfte dabei der Bestseller iPod nano stoßen, der zum echten Flipcam-Killer mutiert: Wie das iPhone 3G S kommt der iPod nano nämlich nun mit Videokamera daher, kostet jedoch lediglich 139 Euro. Gleichzeitig wurde die Musiksoftware iTunes erneuert.

Anzeige

Die Gerüchte haben nicht getrogen: Wie erwartet hat Apple seinen Kassenschlager iPod rundum erneuert. Fast alle Modelle des meistverkauften MP3-Players aller Zeiten wurden grundlegend aufgewertet. Auf die meisten Resonanz dürfte dabei der Bestseller iPod nano stoßen, der zum echten Flipcam-Killer mutiert: Wie das iPhone 3G S kommt der iPod nano nämlich nun mit Videokamera daher, kostet jedoch lediglich 139 Euro. Gleichzeitig wurde die Musiksoftware iTunes erneuert.

Er ist zurück: Erstmals nach seit 11 Monaten außerhalb der Öffentlichkeit kehrte Apple-CEO Steve Jobs wieder auf eine Bühne zurück, um neue Produkte zu präsentieren. Der inzwischen 54-jährige Jobs hatte sich vor fünfeinhalb Monaten einer Lebertransplantation unterziehen müssen und dankte in warmen Worten für die Großzügigkeit des Spenders und den „von Herzen kommenden Beistand“ während seiner Abwesenheit.

Doch nun ist Jobs zurück – und verkündet erstmals seit Oktober 2008 wieder neue Apple-Produkte. Es sind dies die in jeder Hinsicht erwarteten Runderneuerungen des Kassenschlagers iPods, der vor exakt einem Jahr sein Upgrade erfahren hatte.
‚One more thing‘: Die nano-Cam kommt
Vor allem der Bestseller iPod nano, der ab 149 Dollar (139 Euro) zu haben ist, hat eine Generalüberholung erhalten. Es gibt ihn nun in Modellen zu 8 oder 16 GB, aus poliertem Aluminium und mit leicht vergrößertem Display. Warum, enthüllt Jobs in seinem berühmt-berüchtigtem ‚one more thing’-Schlussakkord: Der iPod nano kann nämlich künftig mehr als nur Musik abzuspielen – viel mehr.
Nicht nur eine Kamera bekommt der neue iPod nano: Auch die bereits vom neuen iPhone 3G S bekannte und äußert beliebte Video-Funktion erreicht nun den beliebten MP3-Player des Mittelpreissegments. Der iPod nano wird damit zum Flipcam-Killer – jener beliebten Videokamera im Taschenformat, die die USA in diesem Jahr im Sturm eroberte. „Jetzt haben wir noch eine Videokamera in das unglaublich schlanke Design integriert, ohne dabei zusätzliche Kosten für den Kunden zu verursachen“, freut sich Apple-CEO Steve Jobs.

Schön zudem: Die nano-Cam kommt mit Apple-üblichen Design-Extras daher: 15 Echtzeit-Effekte wie Filmrauschen oder Motion Blur sind für Hobbyfilmer künftig als spielerisches Accessoire erhältlich. Zusätzlich im Lieferumfang enthalten sind zudem wie beim iPhone 3G S ein Lautsprecher und ein Mikrofon für Sprachaufnahme – und sogar ein FM Radio.

Videokamera fehlt auf dem iPod touch

So sehr der iPod nano begeistert und schon heute als kommender Kassenschlager auf dem Weihnachtsmarkt durchgehen dürfte – so sehr enttäuschte doch das unterbliebene Upgrade des Premium-Modells iPod touch. Das „iPhone ohne Telefonie-Funktion“ muss nämlich unverständlicherweise noch auf das (Video-)Kamera-Upgrade verzichten.

Im Vorfeld hatte es bereits Gerüchte über Produktionsprobleme gegeben – möglicherweise legte Apple hier zum Weihnachtsgeschäfts noch mal nach. Zumindest mehr Speicher fasst der preislich ermäßigte iPod touch jetzt – so ist künftig auch ein Modell mit 64 GB erhältlich. Der iPod classic mit 160 GB Speicherplatz ist unterdessen günstiger geworden.
iTunes 9.0: Genius-Mixe, Homesharing und Album-Delux-Versionen

Ebenfalls grundlegend aktualisiert wurde Apples beliebte Musik-Software iTunes, auf der alle iPods und iTunes basieren. So steht seit dem Presse-Event die neue Version 9.0 zum Download bereit. Und die bringt tatsächlich einige sehr nützliche Verbesserungen mit sich – etwa die Genius Mixe, eine automatische Playlisten-Erstellung nach Musikgeschmack, oder vor allem das ‚Homesharing‘, mit der die iTunes-Inhalte auf unterschiedlichen Rechnern geteilt werden können.

Zudem wurde mit ‚iTunes LP‘ die lang erwartete Deluxe-Version von Alben eingeführt. „iTunes LP ist die Evolution des Musikalbums“, beschreibt Apple selbst das neue Feature, das durch erweitertete visuellen Zusartfunktionen,wie Live-Performance-Videos, Songtexte, Albencover, Booklets, Interviews, Fotos und Alben-Credits auffällt.
Apple-Aktie fällt leicht nach dem Event

Anleger reagierten unterdessen unterkühlt auf Apples Produktshow – doch das tun sie fast immer. Nur zu Beginn schoss die Apple-Aktie schnell um zwei Dollar auf ein Jahreshoch von 174,47 Dollar nach oben, nachdem Steve Jobs die Bühne betreten hatte. Zum Handelsende notierten die Apple-Papiere bei 171,14 Dollar.
„Steve Jobs kehrt zurück, enttäuscht aber mit neuen Produkten“, kommentierte das Technologieportal „Alley Insider“ das Apple-Event. Wall Street-Veteran James Cramer kommentierte den Kursrückgang zum Handelsende indes anders: „Es ist kein Geheimnis, dass Apple nach Produkt-Ankündigungen fällt“, erklärte Cramer. „Diesmal ist es nicht anders. „

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige