Harald Schmidt will „Blut trinken“

Mit gut gestutztem Vollbart und neuen Details zum Late-Night-Comeback präsentierte sich Harald Schmidt am Mittwoch auf einer Pressekonferenz beim WDR. Schmidts neue Show wird schlicht "Harald Schmidt" heißen und ab 17. September jede Woche donnerstags um 22.45 Uhr jeweils 45 Minuten lang laufen. Die Show soll sehr bissig werden und sich auf Politik und Kultur konzentrieren. Schmidt auf der Pressekonferenz: "Ich hatte den Wunsch, wieder Blut zu trinken".

Anzeige

Bildung sei Voraussetzung für den Genuss der Show. „Bei uns ist die Premiere am Burgtheater genauso wichtig wie der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr“, sagte Schmidt. In welche Richtung Schmidt geht, beweist er gleich bei der Pressekonferenz. So habe er bei der so genannten Dienstwagen-Affäre von der ersten Sekunde an auf der Seite von Ulla Schmidt gestanden. Schmidt: „Man muss auch mal gegen den Pöbel arbeiten.“

Gäste der Premierenausgabe werden der Trigema-Chef Wolfgang Grupp (der mit der Affen-Werbung) und der Theater-Regisseur Claus Peymann sein. Zu Schmidts neuem Team gehören u.a. die frühere „Ehrensenf“-Moderatorin Katrin Bauerfeind, der 1Live-Komiker Jan Böhmermann, SWR-Moderator Pierre M. Krause sowie Peter Richter von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der bei FAZ.net auch das Videoblog „Richterspruch“ betreibt. Aus seinem neuen Team könnte sich durchaus auch ein neuer Sidekick, also ein fester Ansprechpartner für Schmidt, entwickeln. Zu seinem alten Bühnenpartner Manuel Andrack habe er keinen Kontakt mehr, sagte Schmidt. Ob es einen neuen Sidekick geben wird und wer das sein könnte, das müsse sich im Laufe der Zeit entwickeln.

Musikalisch setzt Schmidt auf seinen alten Weggefährten Helmut Zerlett samt Band. Sonstige regelmäßige musikalische Gäste seien erst mal nicht geplant. Eventuell würden Künstler eingeladen. Aber nur solche, die die Redaktion gut findet, teilte Schmidt mit. Die Konkurrenz, etwa durch seinen alten Co-Moderator Oliver Pocher, der bei Sat.1 künftig freitagabends antritt, sieht Schmidt gelassen. In Sachen Late Night gebe es mittlerweile eine regelrechte Inflation. Aber: „Nicht alles, was nach 22 Uhr läuft, ist Late-Night . Das ist ein klar definiertes Format wie eine Sonate.“ Schmidts neuer Vertrag läuft über zwei Staffeln seiner neu konzipierten Show bis Mitte 2011.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige