dpa will sich User Generated Content öffnen

Die Deutsche Presse-Agentur wird sich künftig zunehmend für User Generated Content öffnen. Das erklärte der designierte Chefredakteur Wolfgang Büchner bei der Berliner Medienwoche. Der Hamburger ist davon überzeugt, dass auch die Agenturjournalisten künftig mehr auf Leser, Blogger und Twitterer hören sollen. "Wir müssen uns der Tatsache stellen, dass wir nicht mehr nur das Material editieren, das die Kollegen liefern, sondern auch ein Stück weit das ganze Web editieren."

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Ab 2010 übernimmt Büchner die Chefredaktion der größten deutschen Nachrichten-Agentur. In Berlin äußerte er jedoch bereits erste Überlegungen, wie er sich die dpa-Zukunft vorstellt: „Natürlich können wir als Agentur kein B2C-Geschäft aufbauen“, erklärte Büchner. „Wir können uns aber sehr stark öffnen für Kommunikation, das halte ich für eine ganz entscheidende Geschichte für eine Nachrichtenagentur. … Wenn die Leute, die mit dpa-Material konfrontiert werden, mit uns in Kontakt treten wollen, dann sollten sie dieses auch direkt tun können. Diese Türen werden und müssen wir aufmachen.“

Große journalistische Potentiale sieht Büchner in der „klugen Nutzung“ von Twitter, Blogs & Co. „Wenn sie solche Recherchemöglichkeiten haben, dann müssen sie diese auch nutzen“. Weiter sagte er: „Eines der größten Probleme der traditionellen Medien, inklusive der Agenturen, ist vielleicht, dass sie bislang zuwenig ihren Lesern zugehört haben.“

Auch im Bewegtbild-Bereich hofft der ehemalige Spiegel Online-Chef auf User generated Content. „Wir müssen uns die Frage stellen: Wie organisiert man Videos in einer vernünftigen Form und zu einem Preis, den man im Markt auch refinanzieren kann.“ Büchner ist davon überzeugt, dass man in diesem „Bereich hervorragend mit User generated Contet arbeiten kann. Als Erfolgsbeispiel nennt er iReport, das Bürgerjournalismus-Portal von CNN.

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