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Titel-Story: ’stern‘ adelt Facebook

Es ist soweit: Endgültig, aber auch wirklich endgültig, ist das boomende Social Network auch in der Bundesrepublik im Mainstream angekommen. Eineinhalb Jahre nach dem Deutschland-Debüt kann Facebook nicht nur die meisten Mitglieder aller sozialen Netzwerke ausweisen – auch der Ritterschlag der Medien ist Facebook inzwischen gewiss. So hebt der "stern" das beliebte Social Network auf das Cover der heutigen Ausgabe und feiert in einer launigen Titelgeschichte die "Generation facebook".

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Es ist soweit: Endgültig, aber auch wirklich endgültig, ist das boomende Social Network auch in der Bundesrepublik im Mainstream angekommen. Eineinhalb Jahre nach dem Deutschland-Debüt kann Facebook nicht nur die meisten Mitglieder aller sozialen Netzwerke ausweisen – auch der Ritterschlag der Medien ist Facebook inzwischen gewiss. So hebt der „stern“ das beliebte Social Network auf das Cover der heutigen Ausgabe und feiert in einer launigen Titelgeschichte die „Generation facebook“.

An der Börse gibt es eine alte Binsenweisheit, die den Zusammenhang zwischen medialer Präsenz und einem Trend-Höhepunkt beschreibt: „Ist es auf dem Cover des ‚Time Magazines’, ist es vorbei“, lautet das Geheimnis des Titelseitenindikators.

Nun besitzt das G+J-Flaggschiff auch im 61. Jahr seines Bestehens nicht ganz das Renommee des „Time Magazines“, und auch mit dem Börsengeschehen hat Facebekook (noch) nicht so viel tun – doch, was den Lesern an diesem Donnerstag präsentiert wird, hat eine ähnliche Signalwirkung für die Verbreitung des größten sozialen Netzwerkes.
Facebook ist auf dem Cover des neuen „stern“ – und das völlig zu Recht. „Generation Facebook“ heißt die heutige Titelgeschichte, die der „Spiegel“ vor einigen Wochen zu erzählen versäumt hat. Statt verschroben in 56.000 Zeichen über ein „Netz ohne Gesetz“ zu philosophieren, hätte das führende deutsche Nachrichtenmagazin nicht schlecht daran getan, in seiner Internet-Titelgeschichte dem größten Online-Phänomen unserer Tage auf den Grund zu gehen.
Hype-Phänomen Facebook: „Wer heute cool sein will, muss unbedingt rein“
Diesen Job übernehmen nun die Kollegen vom Bauwall, und sie tun es routiniert in einer gewohnt üppig bebilderten 14-Seiten-Geschichte. „Wer heute cool sein will, muss unbedingt rein“, eröffnet der federführende Redakteur Felix Hutt die Lesestrecke. „Die sozialen Netzwerke des Internets sind in der Gesellschaft angekommen.“
Keine Frage: Facebook ist Popkultur, Facebook ist DAS große Zeitgeist-Thema unserer Zeit, das alle Minis-Hypes von Second Life bis zu MySpace um Längen überstrahlt – Facebook ist eine Kommunikationsplattform, die längst auch immer mehr Politiker entdecken, ‚Baron Coolness‘ Guttenberg macht es vor.

Facebook ist wie der hippe Club am Ende der Straße, in den alle rein wollen

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Willkommen also im Mainstream, Facebook! Dass es damit in Deutschland überhaupt solange gedauert hat, ist dem Sonderfaktor StudiVZ geschuldet, der in den Jahren 2006 bis 2008, mal durch die Eskapaden des Gründers Dariani, mal durch die Holtzbrinck-Übernahme, den Großteil des medialen Interesses aufgesogen hatte, um dann doch in der öffentlichen Wahrnehmung ziemlich jäh zu verglühen.
Dass Facebook innerhalb eines Jahres von einer auf über sieben Millionen Mitglieder zulegen konnte, beweist, wie schnelllebig das Internet-Leben geworden ist, zumal in den sich ständig wandelnden sozialen Netzwerken. Die Karawane zieht weiter: Im virtuellen wie im echten Leben folgt sie dem Leader, dem Trendsetter, dem coolen Hund, um den sich alle scharen.
Facebook ist wie der hippe Club am Ende der Straße, in den alle rein wollen – und es tatsächlich auch dürfen. Ob das zum Problem wird, wenn man eben nicht nur die Web-Designerin aus St. Petersburg, der Agenturbesitzer aus Paris und die Stanford-Studentin aus Kapstadt, sondern auch die Friseurin aus Bielefeld oder die Elmshorner Büroangestellte auf Facebook trifft, bleibt zunächst offen.
Bleibt Facebook der Apple unter den sozialen Netzwerken?

Derzeit zumindest ist Facebook der Apple unter den sozialen Netzwerken. Ob Mark Zuckerberg diesem Anspruch seines großen Vorbilds Steve Jobs gerecht werden kann, wird die Multi-Milliarden-Frage der nächsten Monate und Jahre sein. Das Potenzial dazu hat Facebook: Es ist das soziale Rückgrat jener Generation, die mit dem Web groß geworden ist – der Digital Natives.

An dieser Stelle hätte „stern“-Autor Felix Hutt, das muss als Randnotiz gestattet sein, übrigens noch tiefer graben können. Nicht so sehr das allseits bekannte Phänomen des Dating 2.0, die mediale Selbstinszenierung von Politikern oder die Online-Bekanntschaft von Anna-Lena Grönefeld und Mark Knowles macht Facebook aus. Sondern die immer weiter verbreitere Bereitschaft, sich wirklich grenzübergreifend zu vernetzen, zu kommunizieren, miteinander sein Leben zu teilen – und zwar von Albanien bis nach Zimbabwe. Genau das nämlich ist Facebook: DAS Global Network.

Wie das funktioniert, können Sie in unserem Facebook-Special aus dem vergangenen Jahr lesen, in dem MEEDIA schon seinerzeit auf die Faszination und den unaufhaltsamen Aufstieg des einstigen Start-ups hingewiesen hat.

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