Springer übernimmt Job-Portal StepStone

Axel Springer hat sich durch Zukauf von rund 19,3 Prozent der Anteile die Mehrheit an der Jobbörse StepStone ASA, Oslo, gesichert und hält derzeit Anteile in Höhe von 52,27 Prozent. Zudem wird Axel Springer allen Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreiten. Vorstandschef Mathias Döpfner: "Der Erwerb der Mehrheit an StepStone ist für uns ein wichtiger Schritt, Axel Springer noch internationaler und noch digitaler aufzustellen. Der Online-Stellenmarkt bietet sehr gute Perspektiven für ein dynamisches Wachstum."

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Mit der Akquisition verfolgt die Springer weiter die strategischen Ziele einer verstärkten Internationalisierung und Digitalisierung. Seit Dezember 2008 hielt Axel Springer an der StepStone ASA bereits einen Anteil von bislang rund 33 Prozent. An der StepStone Deutschland AG, einem Tochterunternehmen der StepStone
ASA, ist Axel Springer bereits seit 2004 mit 49,9 Prozent beteiligt.
Bereits bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2008 im April hatte Springer-Chef Mathias Döpfner angekündigt, dass man den Markt bezüglich größerer Akquisitionen sondieren werde. Das Medienhaus verfüge hierbei über eine Kreditlinie von rund 1,5 Milliarden Euro. Offenbar war nun der Übernahmepreis attraktiv, das Objekt ist es ohnehin. Der Stellenmarkt wechselt seit geraumer Zeit von den Rubrikenanzeigen der Tages- und Wochenzeitungen ins Internet. Geschäft, was im Printbereich verloren geht, kann so online kompensiert werden. StepStone ist ebenso eine strategische Investion wie (vor geraumer Zeit) der Erwerb des Immobilienportals Immonet.de oder die Zukäufe des Stadtportals Hamburg.de und des Online-Restplatzvermarkters Zanox.
StepStone ASA erzielte im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von EUR
123,5 Mio. und ein EBITDA von EUR 15,7 Mio. Im ersten Halbjahr 2009
beliefen sich Umsatz und EBITDA auf EUR 51,5 Mio. und EUR 4,6 Mio.

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