„Prinz“-Chefredakteurin verlässt Jalag

Ein halbes Jahr nach dem Relaunch ist Schluss: An Weihnachten verpasste Nicole Zepter dem "Prinz" noch ein neues Design und Heftkonzept. Der Erfolg am Kiosk blieb jedoch aus. Jetzt verlässt die 32-Jährige den Jahreszeitenverlag. Offiziell trennt man sich "in freundschaftlichem Einvernehmen". Offenbar gab es – laut Mitteilung – Differenzen, "was die weitere Entwicklung von 'Prinz' angeht". Vize Peter Schmidt-Feneberg übernimmt vorübergehend das Tagesgeschäft.

Anzeige

Zepter übernahm vor genau einem Jahr (1. September 2008) den „Prinz“-Job. Davor arbeitet die 32-Jährige als Chefredakteurin des Online-Magazins Utopia. Mit dem Wechsel zum Hamburger Jahreszeitenverlag kehrte sie zu ihren Wurzeln zurück. Denn Zepter volontierte bei Jalags „Petra“ und arbeitete später in der Online-Redaktion von petra.de.
Wichtigste Aufgabe von Zepter war es, dass Stadtmagazin zu renovieren. Mit der Januar-Ausgabe erschien der „Prinz“ in einem neuen Gewand. Die Chefin und ihr Team hatten das Outfit nach einer Leserbefragung gestrafft und mit neuen Elementen wie dem „Prinz-Kompass“ und einem Serviceheft im Heft („Prinz-Kalender“) geadelt. Wichtigste Maßnahme allerdings ist die stärkere Betonung lokaler Inhalte, die in der Vergangenheit von allerlei internationalen Themen mit wenig Relevanz für die lokalen Käufer etwas in den Hintergrund geraten waren.

Seit Jahren kämpfe das Stadtmagazin mit sinkenden Auflagenzahlen. Im Gesamtverkauf kommt der „Print“ akutell noch auf 192.704 Exemplare. Damit verlor das Jalag-Heft innerhalb von zwölf Monaten sieben Prozent. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre liegt das Minus sogar bei 26 Prozent.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige