„Literaturen“ kündigt halber Redaktion

Die Krise trifft "Literaturen": Das Journal für Bücher und Themen entlässt zwei Mitarbeiter seiner vierköpfigen Redaktion. Grund der Kündigung soll laut ddp die sinkende Auflage des Magazins sein. Als weitere Konsequenz gibt es künftig nur noch sieben statt elf Ausgaben der Zeitschrift und eine neue inhaltliche Struktur. Michael Merschmeier, Geschäftsführer des Friedrich Berlin Verlags, sagte gegenüber ddp, dass in Zukunft nicht mehr die kritische Berichterstattung im Vordergrund stehen werde.

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Die Veränderungen sollen schon ab Oktober zu sehen sein. Inhaltlich ändere sich das Blatt in der Form, dass mehr zeitlosere Geschichten in „Literaturen“ zu finden sein würden, erklärte Merschmeier. Seiner Ansicht nach könne eine Monatszeitschrift ohnehin keine aktuelle Berichterstattung leisten. So sollen jeweilige Trendthemen wie aktuell Glück oder Philosophie den Weg ins Heft finden. Darüber hinaus werde immer auch ein Gedicht, eine Erzählung, ein Essay oder ein Romankapitel abgedruckt.

Voraussichtlich zur Frankfurter Buchmesse will Friedrich Berlin die neue Internetplattform „Kultiversum“ starten. Auf ihr sollen alle Kultur- und Literaturpublikationen des Verlags vertreten sein.

Gegenüber MEEDIA sagte Merschmeier, dass die Lektüre von „Literaturen“ zu einem Lesererlebnis werden soll. So wird das Magazin auf hochwertigerem Papier gedruckt, mehr Fotos beinhalten und mehr Seiten als zuvor umfassen. Merschmeier verspricht sich durch die Veränderung nicht nur neue Zielgruppen zu erreichen, sondern auch mehr Exemplare der einzelnen Ausgaben zu verkaufen.

Zuletzt lag die Auflage von „Literaturen“ zwischen 12.000 und 14.000 Exemplaren und betrug demnach nur knapp die Hälfte, mit der das Magazin im Jahr 2000 gestartet war. Neben „Literaturen“ erscheinen im Friedrich Berlin Verlag außerdem die Zeitschriften „Opernwelt“ und „Theater heute“. Der Verlag gehört zur Klett-Gruppe.

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