AFP: Proteste gegen Staatsübernahme

Die Beschäftigten der französischen Nachrichtenagentur AFP wehren sich gegen die Pläne der Geschäftsführung, die Agentur aus Kostengründen in staatliche Hände zu übergeben. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, hat sich ein Komitee aus Mitarbeitern zusammengeschlossen und 17.000 Unterschriften gegen die Übernahme gesammelt. Sie befürchten eine Gefährdung der unabhängigen Berichterstattung, wenn AFP zur Staatsagentur wird.

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AFP-Chef Pierre Louette zeigte sich von den Protesten unbeeindruckt. Laut „Süddeutscher Zeitung“ soll er in der vorigen Woche seinen Mitarbeitern geraten haben, sich auf „tiefgreifende Veränderungen“ einzustellen. Vor Personalvertretern habe Louette aber betont, dass Artikel zwei des geltenden Redaktionsstatuts, dass die Unabhängigkeit der Berichterstattung wahren soll, nicht durch die Übernahme angetastet werde. Bereits zum Frühjahr 2010 soll AFP Eigentum des französischen Staates werden.

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