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„GEOmini“: Entdeckungstour mit Grashüpfer

Bis heute war es ein Gerücht, jetzt steht fest: Gruner + Jahr bekommt einen neuen Chefredakteur. Sein Name: Georg, der Grashüpfer. Die kleine grüne Heuschrecke grüßt im Editorial von "GEOmini". Am Dienstag wurde der jüngste Nachwuchs der GEO-Familie vorgestellt: 44 Seiten für anspruchsvolle Entdecker zwischen fünf und sieben Jahren. Herausgeber Peter-Matthias Gaede, der mit "GEOlino" bereits den Marktführer bei den Kiddie-Zeitschriften im Portfolio hat, will damit die Zielgruppe der Jüngsten erschließen.

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Die ist gar nicht mal so klein: Fast drei Million Kinder zwischen vier und sieben Jahren leben in Deutschland. Dem Launch vorausgegangen ist eine intensive Marktforschung. Nach dem großen Vertriebserfolg mit „GEOlino“, dem Magazin der acht- bis Zwölfjährigen, lag es nahe, dass auch die Vorschulkinder eine Zeitschrift nutzen würden. Und weil es mit „GEOlino“ gelang, sogar „Micky Maus“ den Verkaufsrang abzulaufen, stand für das Entwicklungsteam um Chefredakteur Martin Verg schnell fest, dass der pädagogisch wertvolle Ansatz auch beim neuen Objekt der richtige sein sollte.
Nach Sichtung der nationalen und internationalen Magazinlandschaft wurde man schließlich beim italienischen Verlagspartner Montadori fündig. Das G+J-Joint Venture verlegt „Focus Pico“, ein Heft für Drei- bis Siebenjährige. In der Marktforschung kristallisierten sich dann zwei Dinge heraus. Erstens kam das Konzept bei Eltern wie Kindern hervorragend an. Zweitens schien der Interessens-Spagat zwischen den Jüngsten und Älteren in der Zielgruppe zu groß: Was die einen überforderte, langweilte andere. So wurde das Alterssegment enger gefasst und der Content auf die Fünf- bis Siebenjährigen zugeschnitten.
Ein Magazin jenseits „von Plastik, Pupskissen oder Gimmicks“ werde „GEOmini“ sein, schwärmt Herausgeber Gaede, und er glaubt an den Erfolg: „Es scheint ein Bedürfnis  bei Kindern nach Wissenszuwachs zu geben.“ Das neue Magazin habe „den Anspruch, das Fenster der Lust am Lesen zu öffnen und offen zu halten.“ Dies sei heutzutage nicht selbstverständlich. So käm jedes zweite Kind in die Schule, ohne dass seine Eltern ihm jemals etwas vorgelesen hätten, jeder fünfte Kind habe als Teenager Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben.
Martin Verg, 38, der bei GEO alle Kindertitel als Chefredakteur betreut (und damit auch den „wahren“ Chef Georg, den Grashüpfer) ist überzeugt, mit dem „Entdecker-Heft“ den Nerv der Zielgruppe zu treffen. Das Ergebnis ist eine liebevoll layoutete Mischung aus Fotos, Illustrationen, Rätseln und Textgeschichten, die Wissen vermitteln, aber auch unterhalten und zum Mitmachen auffordern. Mit afrikanischen Elefanten zur Wasserstelle wandern, ein Labyrinth-Rätsel knacken, mit Buntstiften eine Doppelseite füllen, eine Foto-Visite bei den Astronauten im All, Papageientaucher kennenlernen, selbst einen Kühlschrank füllen, Lernen, wie die Kinder in Peru leben und warum man bei Kälte zittert – so vielfältig ist die Themenwelt des Magazins. Wer dann noch nicht „satt“ ist, kann tippen, welche Tatzen, Pfoten oder Klauen zu welchem Tier gehören.

Das Magazin wirkt insgesamt so rund, als wäre es schon lange auf dem Markt. Nach der Startnummer (ab Mittwoch am Kiosk, 2,90 Euro) ist noch eine zweite Testausgabe für den 2. Dezember terminiert. Eine Anzeigenseite kostet zur Einführung 3.500 Euro. Die Auflage beträgt 90.000 Exemplare, die Verkaufserwartung des Verlags liegt bei „30.000 plus X“. Im Erfolgsfall soll das Heft regelmäßig erscheinen und den Erstlesern quasi den Staffelstab zum Einstieg in die GEO-Welt an die Hand geben.
Angesichts der Flut von Comic- und Serien-Magazinen, die Kids am Kiosk ködern, ragt „GEOmini“ optisch und qualitativ hervor. Bei soviel Trash im Umfeld sollten Eltern, Onkel und Tanten nicht lange zögern, Kindern und Neffen eine Ausgabe spendieren. Schließlich hat man ja einen Bildungsauftrag.

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