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Roccatune hat Insolvenz angemeldet

Das Geheimnis blieb lange gewahrt: Wie am gestrigen Montag bekannt wurde, hat das Musik-Portal Roccatune bereits im Juli beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Dem Start-up ist es demnach offenbar nicht gelungen für sein ambitioniertes aber werbefinanziertes Projekt genügend Banner-Auslastung zu akquirieren. Noch ist die Plattform mit allen Features online. Wie es mit Roccatune mittelfristig weitergeht, ist im Moment noch unklar.

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Bekannt wurde die Insolvenz durch das Corportate-Blog von Musiktipps24.de. In dem Firmen-Journal berichtet der ehemalige Partner des Streaming-Dienstes, dass Roccatune ihm gegenüber schon länger im Zahlungsverzug ist.

Roccatune selbst schweigt noch zu den Vorwürfen. Auch im Firmenblog finden sich keine Angaben. Dort stammt der letzte Eintrag vom 22. Juli und rechtfertigt, warum der Dienst für ein paar Tage nicht zu erreichen war. Als Grund wurde eine Downtime des Systems angegeben, aber wie Deutsche-startups.de berichtet, hing die Online-Pause eher mit der Insolvenz zusammen.

Roccatune war in Deutschland der erste Streaming-Service, der seinen Nutzern eine personalisierte Musikbibliothek kostenlos zur Verfügung stellte. Anders als etwa bei Last.fm, lassen sich gezielt Playlists anlegen. Dafür sollte sich das Angebot komplett über Werbung finanzieren.

Einen Hinweis wie es mit Roccatune weitergehen könnte, gibt Musiktipps24.de. In dem Blog-Eintrag heißt es: „Besonders ärgern tut mich auch, dass der Kollege nun einfach eine neue Firma (Battletracks sonstwas…) aufmacht und Roccatune unter neuem Namen weiterführen will (ob ihm das gelingt bleibt fraglich).“

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