Kunath-Investment PaulsMama ist zurück

Unerwartetes Comeback: Im Februar 2008 verkauft Nina-Julia Kunath ihre Mütter-Community PaulsMama.de. Seitdem war die Seite offline. "Ich hatte damals unterschätzt, welchen Aufwand ein neugeborenes Kind mit sich bringt", erzählt sie MEEDIA. Den neuen Besitzern gelang es nicht, ein funktionierendes neues Konzept zu entwickeln, und so gaben sie die Seite wieder ab – an die alte Besitzerin. Nun ist Paulsmama wieder online und Kunath verrät im MEEDIA-Interview wie sie diesmal Kind und Job verbinden will.

Anzeige

Unerwartetes Comeback: Im Februar 2008 verkauft Nina-Julia Kunath ihre Mütter-Community PaulsMama.de. Seit dem war die Seite offline. „Ich hatte damals unterschätzt, welchen Aufwand ein neugeborenes Kind mit sich bringt“, erzählt sie MEEDIA. Den neuen Besitzern gelang es nicht, ein funktionierendes neues Konzept zu entwickeln, und so gaben sie die Seite wieder ab – an die alte Besitzerin. Nun ist Paulsmama wieder online und Kunath verrät im MEEDIA-Interview wie sie diesmal Kind und Job verbinden will.

Seit wann ist die Seite wieder online?
Seit etwa 4 Wochen ist das redaktionelle Angebot online, die Community ist erst letzte Woche live gegangen.

Wie kam zum Neustart von PaulsMama?
Seit mein Sohn Paul im Kindergarten ist, habe ich wieder mehr Zeit zum Arbeiten. Ich habe die letzten Monate sehr bereut, dass ich das Projekt Paulsmama.de verkauft hatte. Es ist eine sehr emotionale Sache, nicht nur weil das Projekt den Namen meines Sohnes Paul trägt, sondern auch weil ich in täglichen Gesprächen mit Müttern spüre, dass es einen Bedarf für ein solches Angebot gibt. Leider konnte ich damals das Projekt nicht fortführen, da ich für meinen Sohn voll da sein wollte und ich zu diesem Zeitpunkt keinen Freiraum für berufliche Aktivitäten hatte.
Was haben die Vorbesitzer mit der Site gemacht?
Die Käufer hatten geplant, die Seite etwas umzugestalten und nach dem Relaunch fortzuführen, Das ist allerdings nicht geschehen. Das hat mich doch sehr traurig gestimmt, da mein Herz an dem Projekt hängt. Deshalb habe ich versucht, die Seite zurückzukaufen, was mir letztlich auch gelungen ist.

Es gab das Gerücht, die Vorbesitzer hätten die Kundendaten verkauft. Stimmt das?
Ich habe damals das gesamte Projekt mit allen Kundendaten verkauft. Denn ich wollte ja, dass die Nutzer weiterhin in der Community aktiv sein können und bereits vorhandene Bekanntschaften weiter pflegen können. Leider ist das Projekt dann nicht so weitergeführt worden, wie ich mir das vorgestellt hatte.
Ich habe das Projekt zurückgekauft, allerdings ohne Kundendaten. Denn die Community war mehr als ein Jahr nicht mehr aktiv. Viele ehemalige Mitglieder hätten sich wohl eher belästigt gefühlt, wären sie weiterhin als Nutzer bei uns geführt worden. Deshalb habe ich mich zu einem Neustart entschlossen, ohne Übernahme der Kundenkartei.

Wie wird es mit PausMama jetzt weitergehen?
Wir werden uns konsequent auf die Zielgruppe Mütter und junge Familien ausrichten. Mütter und natürlich auch Väter sollen sich über die alltäglichen Problemchen austauschen können und sich gegenseitig Rat geben. Darüber hinaus werden von einem professionellen Team journalistische Artikel verfasst, welche den jungen Müttern Rat in der neuen Lebenssituation geben sollen.
Was ist neu auf der Seite?
Wir setzen den Schwerpunkt auf journalistische Kompetenz. Die Community ergänzt das redaktionelle Angebot. Denn trotz aller Vorteile des Web2.0 schätzen die User fundiert recherchierte Berichte von Profis. Das wird auch die Werbekunden überzeugen, denn Markenartikler werben lieber in redaktionellen Umfeldern als in Communities.
Ansonsten werden wir nicht vieles anders machen als unsere Mitbewerber von Mamiweb oder Netmoms. Wir wissen, dass wir einen großen Rückstand aufzuholen haben. Aber wir müssen auch nicht die Nummer 1 im Bereich der Mütterangebote werden. Im Printbereich hat sich gezeigt, dass auch die Nummer 3 oder 4 gutes Geld verdienen kann.

Wie soll der Neustart beworben werden?

Wir werden vor allem über E-Mail-Marketing, klassische Bannerkampagnen und Suchmaschinenmarketing wachsen. Natürlich werden wir auch die Mittel der Online-PR nutzen. 

Warum ist der erste Versuch damals gescheitert?

Ich habe damals unterschätzt, welchen Aufwand ein neugeborenes Kind mit sich bringt. Ich konnte einfach die Familie und das eigene Unternehmen nicht unter einen Hut bringen. Letztlich habe ich mich natürlich für mein Kind entschieden, was die bittere Erfahrung einer Niederlage im geschäftlichen Bereich zur Folge hatte.

Welchen Fehlen dürfen Sie auf keinen Fall mehr wiederholen?
Ich habe damals geglaubt, alles selbst machen zu können. Das ist ohnehin schon ein Fehler, mit einem Neugeborenen erst recht. Ich habe nun viele Aufgaben an externe Dienstleister vergeben und kümmere mich vor allem um die Weiterentwicklung des Unternehmens und um den journalistischen Bereich. Marketing, Vermarktung und auch die kaufmännischen Aufgaben habe ich an externe Spezialisten vergeben. Denn die können das viel besser als ich selbst.

Wie soll sich Paulsmama finanzieren?

Das mag in der jetzigen Krise nicht sehr clever klingen: PaulsMama.de wird sich über Werbeerlöse finanzieren. Für klare und interessante Zielgruppen gibt es in jeder Wirtschaftslage Werbebudgets. Dass der Werbemarkt im Moment schwächelt, kommt uns eher entgegen. Denn wir können unser Angebot in der Krise entwickeln und werden dann von wieder steigenden Werbeausgaben profitieren. Ergänzend werden wir auch Einnahmen über E-Commerce-Angebote und Affiliate-Provisionen erzielen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige