ADC: Offener Brief an Ex-Vorstand Leske

Der Streit um die Finanzen des Art Directors Clubs (ADC) geht in die nächste Runde. In einem offenen Brief wehrt sich Matthias Kindler, Vorstand des ADC, gegen die Vorwürfe, Misswirtschaft betrieben zu haben. Dies hatte der Werbefilmer und ehemaliges ADC-Vorstandsmitglied Charly Leske vergangene Woche gegenüber dem "Hamburger Abendblatt" behauptet. In dem Brief spricht Kindler von "völlig haltlosen Beschuldigungen" und fordert Leske auf, die Öffentlichkeit aus dem Disput heraus zu halten.

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Auslöser des Streits war der überraschende Rücktritt Amir Kassaeis als Sprecher des ADCs. In einer E-Mail aus dem Urlaub erklärte der CCO der DDB Group Germany, das eine unsolide Haushaltspolitik Grund für sein Ausscheiden sei. Der ADC bestand auf einen Widerruf dieser Behauptungen, ehe der Regisseur und Kameramann Laske am vergangenen Samstag im „Hamburger Abendblatt“ nachlegte und unabhängige Rechnungsprüfer forderte, die die Finanzen des Clubs durchleuchten.

Die Reaktion des Clubs kam am Montag. Schatzmeister Matthias Kindler schreibt, dass die Vorwürfe Leskes „völlig haltlos“ seien und dass der ADC auf „soliden finanziellen Beinen“ stehe. Das Vermögen sei heute „trotz der überaus schwierigen finanziellen Lage, 60 Prozent höher“ als zu Leskes Zeit. Von Geldverschwendung oder Misswirtschaft könne also keine Rede sein, so Kindler.

In den vergangenen Jahren habe man, abgesehen von der Investition in das ADC Festival und der Finanzkrise, stets mehr eingenommen als ausgegeben. Dies könnten unabhängige Wirtschaftsprüfer bestätigen, die der ADC jedes Jahr beauftrage. „Die Testate ergingen stets ohne jede Beanstandung“, so Kindler.

Zum Schluss wird es noch persönlich, denn Kindler korrigiert Leske bei den Angaben seiner Vorstandstätigkeit beim ADC. Leske sei demnach bereits 1996 aus diesem ausgeschieden und nicht erst 2001, wie es in dem „Abendblatt“-Artikel stand. Künftig solle sich Leske an den Vorstand selbst wenden und nicht an die Presse.

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