Ortsbestimmung: Twitter weiß, wo du bist

Nach der Mitteilung ist vor der Ortung: Nachdem es für Twitter-User kaum etwas Faszinierenderes gibt, als darüber zu berichten, wo man sich gerade aufhält, soll nun die automatische Aufenthaltsbestimmung kommen. Gleichzeitig verspricht Twitter-Gründer Biz Stone, dass die Geo-Coding-Funktion nicht zum Ausspionieren des Standortes führe, sondern manuell (de-) aktiviert werden könne. Wirklich neu ist das Feature aber nicht: Smartphone-Besitzer können sich längst automatisch orten lassen.

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Es ist ein Tweet wie er millionenfach durch den Microblogging-Dienst Twitter geistert: „Heiß hier“, twittert eine Nutzerin und hängt ein Twitpic von sich in Spaghettiträgern dran. „Du siehst aus, als wärst Du im Urlaub“, kommt prompt darauf von einer anderen Userin zurück. Doch weit gefehlt: „Kein Urlaub. Home Office ;)“

Solche Spielereien mit dem Unwissen könnten bald überflüssig werden, wenn Twitter ein neues Feature einführt, das iPhone-, Blackberry- und andere Smartphone-Besitzer bereits kennen – das sogenannte Geocoding, zu deutsch: Die Ortbestimmung.

Was bisher nur als generelles Update für das Profil über die zahlreichen Twitter-Applikationen funktioniert, soll nach Willen des Twitter-Gründers Biz Stone für jeden einzelnen Tweet perfektioniert werden können.

Und mehr noch: „Mithilfe der neuen Twitter-Ortsbestimmung kann man zwischen den bestehenden Accounts auf solche umschalten, die sich gerade in der Nähe bzw. Heimatstadt befinden“, erklärt Stone. „Man kann sich vorstellen, wie interessant dies etwa bei einem Konzert oder einem dramatischeren Ereignis wie einem Erdbeben ist“, findet der 34-jährige Firmengründer.

Sorgen, zu Stalking-Opfern zu werden, müssten sich Twitterer indes nicht machen: Die Ortsfunktion muss erst aktiviert werden und kann Tweet für Tweet manuell eingestellt werden. Wann das neue Feature kommt, wollte Stone in seinem Blogeintrag noch nicht verraten.

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