Personalchefs durchleuchten Facebook & Co.

Es ist das Mantra aller Social-Media-Berater: Achten Sie immer darauf, was Sie im Web veröffentlichen, denn irgendwann findet es auch ein Personalmanager, bei dem Sie sich bewerben wollen. Eine Studie des Verbraucherministerium zeigt nun: Die Berater haben recht. Die Untersuchung fand heraus, dass sich 36 Prozent aller Unternehmen mittlerweile auch in soziale Netzwerken informieren. 80 Prozent dieser Firmen schauen sogar vor einem Vorstellungsgespräch, wie sich die Bewerber bei StudiVZ & Co. darstellen.

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Darüber hinaus fand die Untersuchung heraus, dass Großunternehmen bei der Personalauswahl das Internet aktiver nutzen als kleinere Firmen. Companys mit mehr als 1000 Mitarbeiters schauen zu 46 Prozent ins Web, Betriebe mit unter 100 Angestellten nur zu 21 Prozent.

Sobald ein Unternehmen ins Web schaut, nutzt es die gefunden Informationen auch. Für 56 Prozent kann jemand auch genau wegen der Informationen aus dem Internet interessant werden“, heißt es in der Studie.

Ablehnend bewerten potentielle Arbeitgeber negativ Aussagen über die Arbeit oder das Arbeitsumfeld (76 Prozent). „Ebenfalls negativ ist es, wenn private Inhalte auf den Internetseiten von den Aussagen in der Bewerbung abweichen (49 Prozent)“, schreiben die Verfasser der Studie. Als positiv empfinden fast zwei Drittel der Internet nutzenden Unternehmen, wenn Bewerber ihre Hobbies und ihr soziales Engagement im Web darstellen. Partybilder sind für die Hälfte der Unternehmen negativ. Immerhin 43 Prozent bewerten diese aber auch als neutral.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner warnte die Bürger vor einem allzu freizügigen Umgang mit persönlichen Informationen im Internet: „Die unbekümmerte Preisgabe persönlicher Daten im Netz kann zum Stolperstein für die berufliche Karriere werden“, sagte sie der „Berliner Zeitung“.

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