MeinVZ hat die zufriedensten Mitglieder

In der öffentlichen Wahrnehmung gelten die VZ-Netzwerke (MeinVZ, StudiVZ und SchuelerVZ) immer als dröge und wenig innovativ. Eine Ansicht, die offenbar die knapp 15 Millionen Nutzer nicht teilen. Gerade ergab die Kundenmonitor-Studie der ServiceBarometer AG, dass MeinVZ die zufriedensten Mitglieder hat. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Wer-kennt-Wen.de und StudiVZ. Am schlechtesten schnitt Xing ab - wobei sich zeigte, dass zahlende Mitglieder zufriedener sind als die Gratis-Nutzer.

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Für die Studie wurden zwischen April und Juli dieses Jahres mehr als 2.000 Mitglieder von Online-Netzwerken befragt. Die Zufriedenheit wurde auf einer Skala von vollkommen zufrieden (=1) bis unzufrieden (=5) abgefragt.  MeinVZ erreichte mit 2,02 Punkten die beste Bewertung aller Portale. Wer-kennt-wen.de kam auf 2,26, gefolgt von StudiVZ (2,24), Facebook (2,42) und Stayfriends (2,55). Den schlechtesten Wert verzeichnete Xing mit 2,61.

Gerade bei den beiden letzt-plaztierten Angeboten kam die Studie jedoch zu einem erstaunlichen Ergebnis: „Bei Xing und Stayfriends, die einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Mitgliedern haben, die kostenpflichtige Dienste nutzen, zeigt sich, dass zahlende Mitglieder deutlich zufriedener sind als Mitglieder mit einem kostenlosen Account“.

Die Studie fragte auch nach dem Umgangston der Mitglieder untereinander. „Mit einem Mittelwert von 2,07 bei MeinVZ und von 2,17 bei Xing besonders gut bewertet“. 13 Prozent der Mitglieder haben sich in der Vergangenheit mindestens einmal von einem unbekannten anderen Mitglied belästigt gefühlt. „Deutlich seltener kommt  dies nach Angabe der Befragten bei Stayfriends und Xing vor“, heißt es in der Untersuchung.

Weniger gut sprechen die Mitglieder über ihre Netzwerke beim Thema Datenschutz. Fast jeder Dritte verneint den Satz: „Meine persönlichen Daten sind bei
meinem Online-Kontaktnetzwerk sicher“. Die kritischsten Nutzer hat StudieVZ. Jeder zweite innerhalb des Studentenverzeichnisses bezweifelt die Datensicherheit innerhalb der Plattform. „Trotz dieses geringen Vertrauens sind die Netzwerker sehr offen mit ihren persönlichen Daten: 80 Prozent haben ihren Nachnamen und 69 Prozent ihr Geburtsdatum in ihrem Profil öffentlich hinterlegt. Jeder Fünfte veröffentlicht seine Adresse und jeder Achte sogar seine Telefonnummer“, schreib die ServiceBarometer AG.

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie ist, dass die untersuchten Netzwerke längst nicht mehr ausschließlich jungen Leuten vorbehalten sind. Mehr als ein Drittel der befragten 50-69-jährigen Internetnutzer ist mittlerweile Mitglied in einem Social Network. Am häufigsten nutzt diese Altersgruppe Stayfriends und Wer-kennt-wen.

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