Verpulverte Annie Leibovitz 100 Millionen?

Sie ist die berühmteste Fotografin der Welt - und wohl auch die verschwenderischste: Annie Leibovitz braucht derzeit dringend die Kleinigkeit von 24 Millionen Dollar, um sich vor dem Ruin zu retten. Denn am 8. September läuft die Kreditfrist ihrer Bank ab, der dann nicht nur die Immobilien sondern auch die millionenschweren Fotorechte der US-Amerikanerin anheim fallen würden. Finanzdienstleister Goldman Sachs will der 59-Jährigen, die wohl weit über 100 Mio. Dollar verpulverte, jetzt aus der Klemme helfen.

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Zumindest berichtet dies der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg. Hintergrund sei, dass Goldman Sachs einen Teil des 24-Millionen-Darlehens des Bankhauses Art Capital finanziert habe. Die Agentur beruft sich auf eine Mail der Sprecherin von Goldman Sachs, in der es heiße: „Wir sind sehr besorgt über die jüngsten Entwicklungen zwischen Annie Leibovitz und Art Capital.“ Angeblich hat die frühere Investmentbank angeboten, den gesamten Betrag auszugleichen und als Gläubiger von Leibovitz einzuspringen. Bei Art Capital weist man jedoch darauf hin, dass bislang kein formales Angebot vorliege.
Art Capital könnte im Fall, dass der Kredit platzt, nicht nur die drei Townhouses der Fotografin in Manhattan verkaufen, sondern auch beinahe das gesamte Lebenswerk der Fotografin versteigern. Damit würden Leibovitz die Möglichkeiten genommen, durch Lizenzen und Verkäufe langfristig Geld einzunehmen. Ein Vertrauter der Fotografin erklärt, man sei bei dem Darlehensvertrag von Art Capital getäuscht worden. Gegenüber dem „Wall Street Journal“ konterte die Bank: „Frau Leibovitz und die kleine Armee von Anwälten, die sie zur Vertragsunterzeichnung mitbrachte, haben sehr wohl verstanden, worum es ging.“
Insider schütteln dagegen nur den Kopf, wenn es um die Frage geht, wo das Vermögen der Star-Fotografin, die seit den 60er Jahren bestens im Geschäft ist und bei Werbeaufträgen ein Tageshonorar von 100.000 Dollar aufruft, geblieben ist. Allein vom Medienhaus Condé Nast („Vanity Fair“, „Vogue“) erhält Leibovitz jährlich geschätzt zwischen zwei und fünf Millionen Dollar für einen Exklusivvertrag, der ihr Leben lang gilt. Konservativ gerechnet hat die Fotografin damit mehr als 100 Millionen Dollar ausgegeben, obwohl die Mutter dreier Kinder eigentlich nicht für einen verschwenderischen Lebensstil bekannt ist. „Sie ist eine Künstlerin, die kein Verhältnis zum Geld hat“, heißt es dazu lapidar aus ihrem Umfeld.

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