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Die besten Mobil-Tools für Journalisten

Der Schreibtisch bietet alles, was man für die tägliche Arbeit braucht: Einen Internetanschluss, einen Rechner, Telefon und anderes Equipment. Doch Journalisten sind ein reisendes Völkchen. Texte müssen heute unterwegs geschrieben werden, Fotos und Videos kurz nach dem Termin in der Redaktion sein. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mobil recherchieren und schreiben, hochwertige Fotos schießen und bearbeiten sowie Videos in Web-TV-Qualität drehen können. Und das für unter 1000 Euro. Geht nicht? Geht doch.

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Der Kugelschreiber in der Hutkrempe, den Notizblock immer griffbereit im Jackett. Das waren einmal die Markenzeichen des investigativen Journalisten. Vor allem waren das die guten, alten Zeiten. Natürlich sind diese Utensilien immer noch unverzichtbar für den Journalistenalltag. In den meisten Fällen reichen sie aber nicht mehr aus. Was Sie heute für Ihre mobile Einsatzzentrale brauchen:

Der digitale Begleiter
Wer mobil sein will, braucht ein Notebook. Wer wirklich mobil sein will, braucht ein Netbook. Die werden mittlerweile von jedem größeren IT-Konzern angeboten. Wenig falsch machen können Sie mit dem Original, dem Eee Pc. Der neueste Sproß aus dem Hause Asus hört auf den Namen 1101HA. 9,5 Stunden soll der Knirps durchhalten. Befeuert wird das Netbook aus Intels Atom Z520 mit 1,33 GHz und 1 GByte Arbeitsspeicher. Auf der 160-GByte-Festplatte ist Windows XP Home installiert. Mit Bluetooth, LAN, WLAN, einem SDHC-Kartenleser und drei USB-Ports lassen sich Bilder schnell von der Kamera weiterverarbeiten. Der Eee PC 1101HA ist ab sofort zum Preis von rund 360 Euro erhältlich.

Office und Co.
Als vollwertigen Ersatz zum kostenpflichtigen Microsoft Office empfiehlt sich OpenOffice. Als komplette Suite mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm. Für die Bearbeitung von Fotos fällt die Wahl auf Gimp. Kostenpunkt für beide Programme: 0 Euro.

Foto
Auf dem Foto-Markt hat sich in den letzten Jahren viel getan. Kompaktkameras gibt es schon für unter 100 Euro. Und selbst digitale Spiegelreflexkameras werden als preiswerte Sets mitsamt Objektiv immer günstiger. Diese Kit-Objektive können natürlich nicht mit eigens dazu gekauften Objektiven mithalten. Doch eine Mittelklasse-DSLR wie die Nikon D60 inklusive 18-55mm-Objektiv für aktuell 431,99 Euro beim Preisvergleich guenstiger.de reicht vollkommen aus, um den eigenen Artikel mit guten Bildern aufzuwerten.

Video
Die amerikanische Firma Pure Digital erfand die Sparte der Ultrakompaktcamcorder neu. Die Flip war die erste sogenannte Pocketkamera. Den Namen verdankt sie dem aufspringenden USB-Anschluss, der sich im Gehäuse der Kamera versteckt. Auch die Flip Mino hat jetzt einen Nachfolger bekommen, die Flip Mino HD. Sie verfügt über vier Gigabyte und kann laut Herstellerangaben bis zu 60 Minuten in voller HD-Auflösung aufnehmen. In der Praxis beschränkten sich Akkuleistung und maximale Aufnahmedauer auf knapp unter eine Stunde. Der Bildschirm ist allerdings etwas zu klein geraten. Die Schärfe lässt sich damit nur schwer messen. Das ist aber auch nicht Sinn dieses Geräts, denn wichtige Funktionen wie Blende und Fokus regelt die Flip automatisch. Nach etlichen Tests bei fällt das Fazit mehr als gut aus. Die Bildqualität der Flip ist schlichtweg überragend im Vergleich zur Größe des Geräts. Lediglich beim Ton muss der Anwender Abstriche machen. Durch die Kugelcharakteristik des integrierten Mikrophons nimmt die Kamera mehr auf als unbedingt notwendig. Also auch störende Hintergrundgeräusche. Der Interviewpartner sollte deswegen nicht weiter als 1,5 Meter von der Kamera entfernt stehen. Die Flip Mino HD gibt es für rund 200 Euro im Internetversandhandel.

Internet
Ohne Internetanbindung würde der Journalist unterwegs um Jahre zurückgeworfen. Dafür gibt es mehrere Lösungen. Internetsticks gibt es von jedem Mobilfunkanbieter. Bei Fonic zahlt der Kunde 2,50 Euro pro Tag ohne Laufzeit, bei O2 21,25 Euro pro Monat mit zwei Jahren Laufzeit. Allerdings mit begrenztem Datenvolumen. Hier muss jeder User schauen, welcher Tarif besser zu den eigenen Surf-Gewohnheiten passt. Iphone-User mit einer Datenflatrate können sich den USB-Stick sparen. Tools wie Netshare machen aus dem Iphone ein Modem. Per Bluetooth oder Kabel stellt das Notebok dann über das Smartphone die Verbindung ins Netz her.

Fazit
Natürlich arbeiten VJs, Kameramänner und Fotografen mit hochspezialisiertem Equipment. Doch der Trend, Journalisten Content für mehrere Verbreitungswege produzieren zu lassen, ist in deutschen Redaktionen angekommen. Und gerade freie Journalisten können den einen oder anderen Euro zusätzlich verlangen, wenn sie zum Text noch passende Bilder oder sogar ein Video liefern. Diese Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern stellt lediglich aktuelle Möglichkeiten vor, mit geringen Mitteln trotzdem uneingeschränkt mobil arbeiten zu können.

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