Sat.1-Fußball: „ran“ an die Zukunft

Am Dienstagabend ist es so weit: Die Fußballmarke "ran" startet nach mehr als sechs Jahren Pause ihr Comeback. Mit dem Champions-League- Qualifikationsspiel zwischen Stuttgart und Timisoara fällt für Sat.1 der Startschuss in eine anspruchsvolle Fußball-Zukunft. Denn nicht nur im herkömmlichen Fernsehen, auch im Internet und auf dem Handy soll "ran" richtig durchstarten: mit Live-Streams von mindestens 46 Spielen, iPhone- und Android-App, sowie einer umfangreichen Website.

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Los geht’s im Internet schon am Dienstagabend parallel zur TV-Premiere: Das Stuttgarter Quali-Match in Rumänien wird live ins Netz gestreamt. Zudem kündigt Sat.1 für die ran.de-Website, auf der derzeit ein Countdown die Stunden bis zum Start herunter zählt, exklusive Videoanalysen mit Franz Beckenbauer und Oliver Welke, Interviews vom Spielfeldrand und ein großes Archiv mit Videohighlights an. Übliche Gimmicks wie Charts, Votings, etc. ergänzen die Site, deren Technik von Spox.com geliefert wird.

Die redaktionellen Inhalte auf ran.de stammen von einer laut Sat.1 „eigens geschaffenen Redaktion des Sport-Informationsdienstes (SID)“. Live-Ticker (auch zur Bundesliga, 2. Liga und Länderspielen), Städte- und Club-Porträts, Fußball-News und vieles mehr sollen die Website zu einer Anlaufstelle für Fußballfans machen – auch außerhalb der Spieltage von Champions League und Europa League, deren Ausstrahlungsrechte Sat.1 eingekauft hat. An diesen Spieltagen besitzt ran.de allerdings ohne Zweifel die größte Anziehungskraft: Alle Sat.1-Livespiele werden auch live im Netz gezeigt.

Auch auf dem Handy soll „ran“ eine wichtige Rolle spielen. Sat.1 kündigt für Mitte September – dann beginnen Vorrunde der Champions League und 1. Runde der Europa League – unter m.ran.de eine mobile Website an. Zeitnah soll es auch Apps für iPhone- und Android-Handy-Besitzer geben. Auch hier soll es Videohighlights, Ticker und umfangreiche redaktionelle Angebote geben. Live-Streams sind nach den technischen Schwierigkeiten von T-Mobile mit der Bundesliga aber wohl nicht geplant. Abgerundet werden die „ran“-Neuigkeiten durch eine Kooperation mit dem Fußball-Manager-Browserspiel „goalunited“, das in einer so genannten „co-branded-Version“ als „goalunited – powered by ran“ angeboten wird.

Über das neue „ran“ im herkömmlichen Fernsehen berichtete die „F.A.Z.“ am Dienstag ausführlich. Moderieren werden bekanntermaßen Johannes B. Kerner und Oliver Welke, als Experte steht u.a. Franz Beckenbauer parat. Ein Studio wurde für „ran“ nicht gebaut, die Moderatoren sind stattdessen jeweils vor Ort. „Das beste Studio ist das Stadion“, so Sat.1-Sportchef Sven Froberg in der „F.A.Z.“. Als Innovationen kündigt Froberg eine „Maulwurfkamera“ an, die vom Boden hinter dem Tor filmen soll, sowie ein 3D-Grafiksystem für Analysen. Auch Sat.1-Neuzugang Oliver Pocher soll eine Rolle bei „ran“ spielen: Er wird immer wieder mal als Reporter eingesetzt, offenbar aber glücklicherweise nicht in seinen unlustigen Rollen als Lukas Podolski oder Oliver Kahn.

Trotz aller gut klingenden Vorbereitungen – eins kann Sat.1 nicht beeinflussen. Richtig erfolgreich kann „ran“ nämlich nur werden, wenn die deutschen Teams mitspielen. Sollten alle schon nach der Gruppenphase ausgeschieden sein, wird es ein trauriges „ran“-Comeback-Jahr.

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