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Ex-Bertelsmann-Manager berät FDP

Gunnar Bender, ehemaliger Vice-Präsident Corporate Development bei Bertelsmann, wechselt die Seiten und arbeitet als Berater für die FDP. In seinem privaten Blog erklärt er den Schritt und kündigt einen langanhaltenden Dialog über "Freiheit im Allgemeinen und die Zukunft der Medien im Besonderen" an. Einer seiner Schwerpunkte wird der Internet-Wahlkampf sein. Da sich die Liberalen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen unterrepräsentiert sehen, wolle man verstärkt das Internet nutzen.

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Mit Bender hat die FDP einen Medienspezialisten gewonnen, der insbesondere im Bereich Kultur und Medien beratend tätig sein soll. Auf Anfrage erklärte FDP-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Beerfeltz, dass man mit Bender einen „echten Hotshot“ ins Team geholt hat, der den FDP-„Wahlkampf von unten“ unterstützen soll. Das beinhalte Dialogmarketing in all seinen Formen, wobei dem Web2.0 als Dialog-Plattform eine besondere Bedeutung zukomme. Damit führe man den Wahlkampf an den klassischen Medien vorbei. Bei ARD und ZDF sei man ohnehin unterrepräsentiert.

Für den Ex-Bertelsmann-Manager Bender beginne mit dem neuen Job als unabhängiger Berater ein neues Kapitel. Als wichtigsten Beweggrund gibt Bender die Erkenntnis an, dass er sich selber verändern müsse, wenn er in Deutschland etwas verändern wolle. „Das klingt vielleicht pathetisch, ist aber pragmatisch gemeint“, fügt der Medienprofi hinzu.

Bender bezeichnet die momentane Medienentwicklung als Zeit exponentiellen Wandels. „Ein Wandel, der insbesondere in den Medien – und dies ist mein Spezialgebiet – in den nächsten 5 Jahren wahrscheinlich größer sein wird, als alles was wir in der Medienwelt in den letzten 50 Jahren gesehen haben.“

Ziel sei es, auch in Deutschland einen wählerbezogene Wahlkampf im Stile Barack Obamas umzusetzen, was bislang keiner deutschen Partei gelang.

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