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NRW-Ministerin plant SpickMich-Klon

Ungewöhnliche Konkurrenz für SpickMich.de: Nachdem die Klage vor dem Bundesgerichtshofs einer betroffenen Lehrerin gegen die Bewertungsplattform erfolglos blieb, will die NRW-Schulministerin Barbara Sommer nun eine eigene Web-Plattform starten. Auf einer Pressekonferenz am Freitag sagte sie: "Ich möchte den öffentlichen Internetforen etwas entgegensetzen." Der Starttermin der staatlichen Bewertungs-Plattform könnte – laut Ministerin Sommer – noch im nächsten Halbjahr liegen.

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Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes zu der Rechtmäßigkeit der Lehrerbewertungen hält Sommer für falsches Signal und würde eine Revision der betroffenen Lehrerein offenbar unterstützen. Sommer ist der Meinung, dass auf Plattformen wie SpickMich.de die Pädagogen teilweise öffentlich der Lächerlichkeit preisgegeben werden würden.

Da die Ministerin Schüler-Feedback jedoch ausdrücklich für notwendig hält, will sie nun ein eigenes Web-Portal aufbauen. Laut DerWesten.de nannte sie das an der Universität Jena entwickelte Verfahren „Schüler als Experten für Unterricht“ als interessantes Modell. Die Pennäler füllen dabei einen Online-Fragebögen aus, der ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen schildert. Danach seien die Ergebnisse für den betroffenen Lehrer abrufbar – könnten aber nicht öffentlich eingesehen werden. So soll es auch bleiben. Die Ministerin will, dass die Bewertungen erst einmal „in diesem geschützten Feld bleiben“.

Der Starttermin der NRW-Plattform könnte noch im nächsten Halbjahr liegen.

SpickMich.de-Chefredakteur Tilo Keller kommentiert die Pläne der Ministerin: „Wir freuen uns, dass die Politik die Wichtigkeit von Schüler-Feedback an Schulen erkannt hat und vor allem wie spickmich.de den Schülern Anonymität bei der Bewertung zusichert. Dass sich das Schulministerium bei der Wahl der Bewertungskategorien an spickmich.de orientiert hat, macht uns natürlich auch ein wenig stolz auf unsere Arbeit.“

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