Leichtathletik-WM startet überraschend gut

Viel war im Vorfeld spekuliert worden, ob die Leichtathletik-WM in Berlin ein Erfolg wird oder nicht. Das Olympiastadion war am ersten Tag zwar bei weitem nicht voll, doch im Fernsehen erreichten die Wettkämpfe richtig gute Zuschauerzahlen. So sahen ab 20.20 Uhr 3,36 Mio. Sportfans zu, darunter 0,87 Mio. 14- bis 49-Jährige. Das reicht für tolle Marktanteile von 16,0% und 12,2% und vordere Plätze in den Tages-Charts. Gewonnen haben aber ProSieben-Film "Scary Movie" (14-49) und "Tagesschau" (gesamt).

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Der Samstag bei den 14- bis 49-Jährigen:

„Scary Movie“ reichten an einem sommerlichen Ferientag ganze 1,17 Mio. Werberelevante für den Tagessieg. Der zuvor laufende „Drei Eingel für Charlie“ hatte mit 1,16 Mio. 14- bis 49-Jährigen fast genauso viele junge Zuschauer, andere Programme, die die Mio.-Marke übertrafen, gab es nicht. Nicht nur mit dem Doppelsieg, auch mit den Marktanteilen kann ProSieben zufrieden sein: Die beiden Filme holten sich 16,4% und 16,0%. Dahinter folgt in den Tages-Charts nicht etwa RTL, sondern die Bundesliga-„Sportschau“ des Ersten, die ab 18.55 Uhr mit 0,96 Mio. 14- bis 49-Jährigen 19,0% erzielte. Anschließend gab es für die 20-Uhr-„Tagesschau“ 13,6% und für die Liehctathletik-WM wie erwähnt starke 12,2%.

Auch auf Platz 4 findet sich kein RTL-Programm, sondern „Genial daneben“ von Sat.1, das mit 0,90 Mio. jungen Zuschauern gute 11,8% erreichte. Zuvor gab es dort für „Asterix – Operation Hinkelstein“ allerdings weniger gute 10,3%. RTL findet sich schließlich auf Rang 5 des Sendungs-Rankings: „Merlin 2 – Der letzte Zauberer“ versagte mit 0,88 Mio. 14- bis 49-Jährigen und einem Marktanteil von 12,2%. Auch „RTL aktuell“ (15,0%) und „Explosiv – Weekend“ (14,2%) blieben zuvor unter dem Soll. Im ZDF zeigte „das aktuelle sportstudio“ auch am zweiten Spieltag, dass ihm die Exklusivrechte am samstäglichen 18.30-Uhr-Bundesligaspiel richtig gut tun. Erneut war die Sendung mit 0,66 Mio. 14- bis 49-Jährigen und starken 9,4% ein voller Erfolg im jungen Publikum. Keine Chance hatte dort hingegen „Willkommen bei Carmen Nebel“: 0,21 Mio. junge Zuschauer reichten nur für 2,9%.

Bei den Sendern der zweiten Privat-TV-Liga, also Vox, RTL II und kabel eins, setzte sich der Vox-Film „Meine Freundin, ihr Hund und ich“ an die Tabellenspitze. 0,56 Mio. Werberelevante reichten dort um 20.15 Uhr für ordentliche 7,8%. Im Anschluss sackte „Süddeutsche Zeitung TV“ dann aber auf unbefriedigende 5,8% ab. RTL II kann sich über die 20.15-Uhr-Zahlen ebenfalls nicht beschweren: Mit 0,51 Mio. jungen Zuschauern kam „In guten wie in schweren Tagen“ auf 7,2%. Die kabel-eins-US-Serien liefen ebenfalls ordentliche: „Without a Trace“ (6,8%) und „Justice“ (6,2%) blieben über der 6%-Marke, einzig „Medical Investigation“ musste sich mit eher schwachen 5,4% zufrieden geben.

Bei den kleineren Sendern gewann die „Tatort“-Wiederholung im hr fernsehen, die mit 0,23 Mio. 14- bis 49-Jährigen starke 2,9% einfuhr. Eurosport kam mit der Leichtathletik-WM am Abend ebenfalls auf 2,9%, bei arte holte sich die neue Doku-Reihe „Atlantis“ starke 1,8%.

Der Samstag im Gesamtpublikum:

Insgesamt war die Dominanz der beiden großen öffentlich-rechtlichen Sender sehr eindrucksvoll. Auf den ersten 13 Plätzen der Tages-Charts finden sich ausschließlich Programme des Ersten und des ZDF. Der Sieg ging dabei an die 20-Uhr-„Tagesschau“, die 4,68 Mio. einschalteten. Mit 4,01 Mio. folgt dahinter die Bundesliga-„Sportschau“. Erfolgreichstes 20.15-Uhr-Format war die ZDF-Show „Willkommen bei Carmen Nebel“, die sich mit 3,50 Mio. und 16,8% auch knapp vor die Leichtathletik-WM des Ersten (3,36 Mio. / 16,0%) schob.

Bei den Privatsendern holte sich „Genial daneben“ die größte Zuschauerzahl des Tages: 1,69 Mio. reichen für Rang 14. Direkt dahinter folgen die Nachmittags-Formate „Richter Alexander Hold“ und „Richterin Barbara Salesch“, um 20.15 Uhr setzte sich hingegen ProSieben mit „Drei Eingel für Charlie“ und 1,62 Mio. gegen die private Konkurrenz durch. RTL hatte unterdessen überhaupt keine Chance, „Merlin 2“ musste sich mit 1,46 Mio. Sehern sogar dem WDR-Schmalz „Der Ruf der Berge – Schatten der Vergangenheit“ geschlagen geben, der um 21.45 Uhr mit 1,47 Mio. Sehern grandiose 7,4% einfuhr. Normal sind für den Sender 2,7%.

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