Michaela Mielke sagt Adieu „Jolie“

Michaela Mielke, Gründungschefredakteurin der Frauenzeitschrift "Jolie", verlässt das Blatt. Ihr Weggang habe nichts mit dem Verkauf der Zeitschrift von Springer an den OZ Verlag in Rheinfelden zu tun, sagte sie zu "kress". Das kann man glauben, muss es aber nicht. Als Nachfolgerin ist offenbar Anja Müller-Lochner auserkoren, die bereits die stellvertretende "Joli"-Chefredakteurin Ulrike Morant während deren Elternzeit vertreten hat.

Anzeige

Michaela Mielke stand sechs Jahre lang an der Spitze von „Jolie“. 2003 lag das Pocket-Magazin zum ersten Mal am Kiosk, von Springers damaligem München-Statthalter Moritz von Laffert als Gegenblatt zu den erfolgreichen Magazinen „Glamour“ (Condé Nast) und „Joy“ (Marquard Media“) konzipiert. „Jolie“ erlebte einen steilen Aufstieg mit grundsolider Auflage, die fast ausschließlich aus Einzelverkauf und Abos bestand. Mittlerweile ist der Stand schwieriger geworden. Mit 344.053 verkauften Heften verzeichnet die Auflage im 2. Quartal 2009 zwar noch ein Plus von 25 Prozent, mittlerweile wurden aber vor allem die sonstigen Verkäufe aufgestockt. Und zwar um satt 245 Prozent aufknapp 100.000 innerhalb eines Jahres.

Der neue Besitzer, der OZ Verlag, dürfte da wieder ein bisschen heiße Auflagenluft rauslassen. Bei ihrem alten Blatt hat Michaela Mielke jedenfalls nichts mehr gehalten. Springer löst den Münchner Standort auf und verkauft die Zeitschrift, ihr Förderer bei Springer, Moritz von Laffert, wechselt zu Condé Nast. Was Mielke künftig macht, ist noch nicht bekannt. Ihr Mann Oliver Mielke betreibt die Produktionsfirma Entertainment Factory, die früher mal Formate wie die „Bullyparade“ oder „Bravo TV“ produziert hat. Zuletzt hat Oliver Mielke den Kinofilm „Ossis Eleven“ produziert und auch Regie geführt.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige