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Horst Schlämmer verbietet CDU-Plakat

Eine absurde Situation: Es ist Wahlkampf, und in den Medien wird mehr über Fake-Wahlplakate berichtet, als über den programmatischen Streit der Kandidaten. Da passt die heutige "Mopo"-Schlagzeile ins Bild: "Horst Schlämmer: Zoff mit der CDU". Der Hintergrund: In Grevenbroich wirbt die CDU-Kandidatin Ursula Kwasny mit Schlämmer, dem fiktiven Lokalreporter auf ihrem Wahlbezirk. Prompt ließ Kerkelings Produktionsfirma das Plakat verbieten. Immerhin will Schlämmer ("Isch kandidiere") auch in den Bundestag.

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Auf dem Plakat ist die fiktive Hape Kerkeling-Person Horst Schlämmer und Kwasny zu sehen. Daneben steht der Slogan: „Neue Bürgermeisterin! Neuer Bundeskanzler“. Entstanden ist das Foto bei den Dreharbeiten zum neuen Kerkeling-Film in Berlin. Die CDU-Kandidatin hielt die Aktion für einen lustigen Wahlkampf-Gag. Ihr politischer Kontrahent aus Gravenbroich eher weniger: „Horst würde solch eine Werbung nur für seine eigene Partei, die HSP, machen“, zitiert die „Hamburger Morgenpost“ die Produktionsfirma Telemaz. Sogar eine Gegendarstellung soll im Gespräch sein. Schlämmerst getwitterte Reaktion: „Ich mache immer noch für mich selbst Wahlakmpf!“.

Unterdessen rudert Kwasny schon einmal zurück: „Ich bitte um Entschuldigung. Es sollte nicht so aussehen, als würde Schlämmer für die CDU werben. Dieser Wirbel macht mich ganz fertig.“

Der derzeitige Schlämmer-Wirbel ist tatsächlich enorm. Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage würden 18 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme der Kerkeling-Kunstfigur geben. Das zeigt, in was für einer absurden Situation sich aktuell der Wahlkampf befindet: Es wird mehr über Comedy- und Spass-Aktionen gestritten, als über politische Programme.

So erregte in dieser Woche bereits der Streit um die Remix-Aktion von Netzpolitik.org ein gehöriges Aufsehen. Das Blog hatte seine Community dazu aufgerufen, ein Wahlplakat mit Schäuble und dem Slogan „Wir haben die Kraft für Sicherheit und Freiheit“ kreativ zu verändern. Prompt drohte die Fotografin, die die Originale geschossen hatte, dem Blog-Betreiber mit einer Klage wegen Urheberrechtsverletzung.

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