Sky: dick im Minus, aber voll im Plan

Der Bezahlsender Sky (ehemals Premiere) hat unter neuem Namen erstmals Zahlen vorgelegt. Im zweiten Quartal stand mit -63,4 Mio. Euro ein dickes Minus beim EBITDA. Im Vorjahresquartal erwirtschaftete Premiere operativ noch 11,6 Mio. Euro Gewinn. Unterm Strich lag der Verlust sogar bei knapp 366 Mio. Euro. Schuld seien Abschreibungen sowie hohe Kosten für Marketing und Sportrechte. Trotz des Minus sieht sich Sky-Chef Mark Williams im Plan. Im vierten Quartal 2010 soll der Break Even erreicht werden.

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Bis dahin ist die Sanierung des deutschen Bezahlsenders in vollem Gange. Das von Mehrheits-Aktionär Rupert Murdoch eingesetzte Management um Mark Williams hat vor allem beim Abo-Bestand des ehemaligen Premiere tüchtig aufgeräumt. Zum Stichtag am 30. Juni 2009 hatte Sky 2.364 direkte Abonnenten, 7.000 weniger als im Vorquartal. Dabei sinkt aber der Anteil der sogenannten Flex-Kunden. Das sind Kunden, die lediglich einzelne Sendungen oder Tage schauen und bezahlen. Der Anteil der profitträchtigeren Voll-Abonnenten steigt dagegen an. So sei der Umsatz pro Kunde mittlerweile von 24,85 auf 25,20 Euro pro Monat gestiegen. Der Gesamt-Umsatz ging aber im zweiten Quartal von 252,1 auf 230,6 Millionen zurück.

Bis Ende 2010 will Williams 3 bis 3,4 Milionen Abonnenten beisammen haben. Der operative Gewinn soll im vierten Quartal 2010 positiv sein, unterm Strich soll dann erstmals 2011 Geld verdient werden. Im Zuge der Umbenennung von Premiere zu Sky wurde der Markenwert des Namens Premiere im zweiten Quartal abgeschrieben. Dazu kamen beträchtliche Marketing-Kosten, um den neuen Namen bekannt zu machen. Williams: „Die Marke Sky hat schnell einen Bekanntheitsgrad von über 50 Prozent erreicht. Die Resonanz in den ersten Wochen war sehr positiv.“ Hinzu kamen weitere Kosten für die Bundesliga-Rechte und den DFB-Pokal, der erstmals von dem Bezahl-Kanal übertragen wird.

Sky setzt, genau wie zuvor Premiere, künftig vor allem auf Fußball und Filme. Neben Bundesliga, DFB-Pokal, Champions League und Fußball-WM hat der Sender auch zahlreiche Filme für 2009 eingekauft. Darunter den Animations-Hit „Wall-E“, den Will-Smith-Streifen „Hancock“ und „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“.

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