Neue Suche: Facebook greift Twitter an

Viel los bei Facebook: Das bei weitem größte soziale Netzwerk kauft nicht nur den Lifestreaming-Dienst Friend-Feed, der Social Network-Aktivitäten anzeigt – Facebook stellt auch selbst eine neue Suche vor. Und zwar in Echtzeit: Ab nächster Woche können Nutzer dann viel genauer suchen – nämlich nach Status Updates, Fotos, Videos, Links und anderen Beiträgen. Mehr noch: Auch öffentliche Inhalte aller Benutzer sollen angezeigt und gefunden werden, sofern man sie denn freigibt.

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Bisher glich Facebook einem abgeschlossenem Raum: Wenn man die Haken bei den Privateinstellungen an der richtigen Stelle setzte, bekamen auch Freunde wenig bis nichts vom Treiben im sozialen Netzwerk mit – Bilder, Kommentare und Status-Update bleiben so privat, wie man es wünscht.
Im nur allzu geschwätzigen Web2.0-Zeitalter wird die Mitteilung an alle jedoch immer mehr gewünscht. Der boomende Microblogging-Dienst Twitter ist hier Vorbild: 140 Zeichen schnell herausgefeuert, das ist gegenwärtig das Maß aller Dinge. Als Status-Update ist diese Form der Ich-Mitteilung bei Facebook zwar auch längst möglich, aber eben nicht außerhalb des Netzwerks. 

Schachzug gegen Twitter: „Angreifen, wo es weh tut“

Dass Facebook die Verbreitung von Inhalten bald für alle Internet-Nutzer sichtbar machen will, ist seit Juni bekannt. Neu ist folgende Mitteilung: Künftig sollen Facebook-Nutzer auch all diese Inhalte akkurater finden können.
Das ist auch nötig: Bislang nämlich glich die Suche in Facebook einem digitalen Nirwana. Personen konnten per Vor- und Nachname gefunden werden – das war es. Über Status Updates, Fotos, Videos, Links und andere Beiträge wurde bislang jedoch nur im News-Feed informiert. Nun folgt die Echtzeit-Suche, mit der alles, was publiziert worden ist, auch gefunden werden kann.

Der Schachzug erscheint wohl kalkuliert – die Suchlücke zu den all umfassenden Aktivitäten in Echtzeit oder naher Vergangenheit wird damit geschlossen: „Die Handschuhe wurden ausgezogen – Facebook greift Twitter an, wo es weh tut“, resümiert das Technologieportal „Alley Insider“.

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