Jeff Jarvis verkündet Krebs-Diagnose im Blog

Der Web-Vordenker Jeff Jarvis hat in seinem Weblog öffentlich gemacht, dass er an Prostata-Krebs leidet und sich im September einer Operation unterzieht. Trotz der ernsten Diagnose hat Jarvis seinen Humor nicht verloren. Er schreibt, er habe sich für eine Roboter-gestützte Operation entschieden. "Meine einzige Angst ist nun, dass sie mich in den Operationssaal rollen und die Maschine stammt von Dell." Jarvis erlangte wegen seiner Auseinandersetzung mit dem Kundendienst des Computer-Herstellers Berühmtheit.

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Über die Gründe, warum er mit diesem sehr privaten Thema an die Öffentlichkeit geht, schreibt Jarvis: „Ich habe unwahrscheinlich davon profitiert, eine andere Krankheit, Herz-Rhythmusstörungen, hier in meinem Blog mitzuteilen. Und so habe ich keinen Zweifel, dass ich nützliche Ratschläge und warmherzige Unterstützung bekommen werde – und vielleicht ein paar Wochen Ruhe vor Trollen.“ Er betone stets die Vorteile, ein öffentliches Leben zu führen und nun möchte er sich auch daran halten, so Jarvis weiter.

Jarvis hat zahlreiche Vorträge gehalten und das viel beachtete Buch „Was würde Google tun?“ geschrieben. Er ist außerdem Autor einer vierzehntäglichen Medienkolumne im britischen „Guardian“. Man solle keine Angst haben, dass er sein Blog nun zu einem Krankheits-Tagebuch umwandelt, schreibt er. Man solle eher Angst haben, dass er weiter über Medien-Fitzelkram schreibt, über den Aufstieg der neuen Medien und den Niedergang der alten.

Unter dem Blog-Eintrag finden sich bereits hunderte Kommentare, die Jeff Jarvis alles Gute wünschen.

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