Die Pressestimmen zur Merkel-Doku

Nach Steinmeier jetzt die Kanzlerin: Am gestrigen Dienstag zeigte das ZDF seine Dokumentation „Kanzlerin Merkel“. Anders als bei den verheerenden Kritiken zum Steinmeier-Film in der vergangenen Woche, sind die Meinungen diesmal geteilt. Die "Bild" entdeckte die "menschliche Seite der Kanzlerin", wohingegen die "FAZ" beim ZDF nur "Business as usual" sah. Geht es nach der Quote, steht der Gewinner des Doku-Duells schon fest: Merkel holte doppelt so viele Zuseher wie ihr Herausforderer.

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FAZ„, Michael Hanfeld: „Die Stille vor der Wahl“

„Doch viel zu sehen von ihr gab es auch in dem Porträt-Film „Kanzlerin Merkel“ von Michaela Kolster und Peter Frey nicht. Denn die Porträtierte entzog sich den letzten Fragen, am Ende wusste man nicht einmal, ob sie ihr gestellt worden sind.“ (…)

„Im ZDF blieb es dagegen beim Business as usual. So distanziert Angela Merkel sich gibt, so distanziert fiel dieses Porträt aus. Geradezu rührend penetrant führten die Autoren aus, wie gut die Bundeskanzlerin mit den Medien umzugehen wisse, wie geschickt sie sich und ihr Privatleben abschotte, wie gezielt sie den Journalisten den einen oder anderen Zugang gewähre.“

BILD.de, Franz Solms-Lauch: „Warum sitzt Angela Merkel nicht am Kanzlertisch?“

„In der Dokumentation „Kanzlerin Merkel“ (wurde am Dienstagabend im ZDF gesendet) haben Peter Frey und Michaela Kolster eine Bilanz von Merkels erster Amtszeit gezogen. Sie zeigten die menschliche Seite der Kanzlerin, ihren privaten und professionellen Umgang mit politischen Gegnern und Freunden. (…)

„Die Filmemacher zeichneten ein sehr persönliches Bild von Deutschlands erster Frau Bundeskanzlerin, von der klugen Innenpolitikerin, der effizienten Partei-Vorsitzenden und der weitsichtigen Krisenmanagerin.“

stern.de, Sebastian Christ: „Die Auster im Kanzleramt“

„Das ZDF versucht sich mit einer Dokumentation an „Kanzlerin Merkel“ – scheitert aber just in jenen Momenten, in denen Merkel etwas hätte preisgeben sollen. So liefert ausgerechnet CSU-Rivale Horst Seehofer einige der stärksten Szenen.“ (…)

„“Kanzlerin Merkel“ lebt vor allem durch das, was der Sprecher aus dem Off ins Mikrofon hinein analysiert. Das ist zum Teil stark – wenn haarklein dargestellt wird, wie Merkel die CDU-Ministerpräsidenten kalt gestellt hat. In manchen Momenten ist es jedoch einfach nur grober Unfug.

ddp: „Merkel-Porträt holt zweimal mehr Zuschauer als Steinmeier“
„Merkel den ersten inoffiziellen Punktsieg gelandet. Das ZDF-Porträt ‚Kanzlerin Merkel‘ verfolgten am Dienstagabend 2,63 Millionen Zuschauer und damit über 1,2 Millionen mehr als in der Vorwoche auf dem gleichen Sendeplatz den Film ‚Kandidat Steinmeier‘. Der Marktanteil lag damit bei 9,8 Prozent im Vergleich zu 5,4 Prozent.“

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