„Sommermädchen“: Finale war kein Hit

Nachdem die ProSieben-Spielshow "Sommermädchen 2009" in der vergangenen Woche erstmals recht gut lief, sah es beim Finale wieder schlechter aus. 0,98 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen zu - ein mittelmäßiger Marktanteil von 11,8%. Selbst die anschließende Sendung "All about Sex - Promis klären auf" hatte mehr Zuschauer. Der Tagessieger hieß unterdessen "Brothers Grimm" und lief bei RTL - die Bundesliga-"Sportschau" verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr.

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Der Samstag bei den 14- bis 49-Jährigen:

1,26 Mio. Fußballfans im Alter von 14 bis 49 sahen die Bundesliga-„Sportschau“ in der halben Stunde von 18.30 Uhr bis 19 Uhr, 1,49 Mio. in den 45 Minuten ab 19.05 Uhr. Damit wurden die Zahlen aus dem Vorjahr (1,11 Mio. und 1,28 Mio.) deutlich verbessert, obwohl parallel zur „Sportschau“ das „Spiel der Woche“ zwischen Hoffenheim und dem FC Bayern bei Sky ausgestrahlt wurde. Auch im Gesamtpublikum lagen die Zahlen der ersten „Sportschau“ der Saison deutlich über den Vergleichswerten aus dem vergangenen Jahr.

Für den Tagessieg reichten die 1,49 Mio. aber nicht ganz – RTL-Film „Brothers Grimm“ setzte sich mit 1,63 Mio. und starken 19,5% durch. Nicht ganz so gut lief es für RTL danach: „The Hills have Eyes“ rutschte mit 1,10 Mio. Werberelevanten auf allenfalls mittelmäßige 15,8%. Halbwegs mithalten konnte um 20.15 Uhr lediglich Sat.1: „Asterix bei den Briten“ schalteten diesmal 1,14 Mio. 14- bis 49-Jährige ein – gute 13,8%. Damit schob sich der Klassiker auch vor die „Sommermädchen“, die wie erwähnt bei 0,98 Mio. und 11,8% festhingen. Auch „Genial daneben“ holte bei Sat.1 einen guten Wert: 12,2% dank 1,02 Mio. Werberelevanten.

Ganz klar vom neuen Bundesliga-„Spiel der Woche“ profitieren konnte „das aktuelle sportstudio“ des ZDF, das die Zusammenfassung des Matches exklusiv im Free-TV zeigen darf. Mit 0,92 Mio. 14- bis 49-Jährigen und sehr starken 11,4% holte die Sendung ihren zweitbesten Wert des gesamten bisherigen Jahres 2009 und kletterte bis auf Platz 11 der Tages-Charts. Auch vorher lief es bei den Mainzern gut: „Stubbe – Von Fall zu Fall“ erzielte 9,2%, das „heute-journal“ 7,9%. Im Ersten lief nach der „Sportschau“ (22,0% & 23,4%) und der 20-Uhr-„Tagesschau“ (19,0%) hingegen erwartungsgemäß nicht mehr viel im jungen Publikum zusammen: Der „Musikantenstadl“ rauschte auf 3,1% herab und landete mit 0,26 Mio. auch hinter der einen oder anderen Sendung kleinerer Sender wie dem Bayerischen Fernsehen und Super RTL.

Vor allem das Bayerische Fernsehen überzeugte bei diesen kleineren Sendern mit tollen Zahlen. So erreichte „Die Bounty“ um 20.15 Uhr mit 0,35 Mio. jungen Zuschauern 4,2%, „Pitcairn – Endstation der Bounty“ um 22 Uhr noch 3,5%. Normal sind für den Sender in dieser Zielgruppe 0,9%. Bei Super RTL gab es um 20.15 Uhr 4,2% für „The Dino King“ und im WDR Fernsehen 3,1% für „Das Konto“. Bei den Sendern der zweiten Privat-TV-Liga kann vor allem kabel eins zufrieden sein: Die Serien „Justice“ und „Medical Investigation“ beschertem ihm 6,5% und 6,4%. „Without a Trace“ blieb zuvor aber bei 5,4% hängen. Vox erreichte mit „Down“ nur unbbefriedigende 6,8%, mit „Süddeutsche Zeitung TV“ immerhin mittelmäßige 7,4%. Ebenfalls eher schlecht als recht lief es für RTL II am Abend: „Guns – Der Preis der Gewalt“ kam nicht über 5,2% hinaus.

Der Samstag im Gesamtpublikum:

Insgesamt war der Samstag ein Triumphtag für Das Erste. Auf den ersten fünf Plätzen des Samstags-Rankings finden sich vier Sendungen der ARD. Ganz vorn holte sich die 20-Uhr-„Tagesschau“ mit 5,63 Mio. und extrem starken 28,7% den Tagessieg, dahinter platzierte sich der Bundesliga-„Sportschau“-Teil von 19.05 Uhr. Den sahen 4,67 Mio. (27,2%). Auf Platz 4 folgen dann noch der „Musikantenstadl“ (4,15 Mio. / 18,0%) und der Bundesliga-„Sportschau“-Teil von 18.30 Uhr. Einziges Programm, das sich in diese ARD-Macht mogeln konnte, war der ZDF-Krimi „Stubbe – Von Fall zu Fall“, der mit 4,25 Mio. Sehern den parallel laufenden „Musikantenstadl“ aber auch gleich schlug.

Auf den weiteren Plätzen folgen dann ebenfalls vornehmlich öffentlich-rechtliche Formate, „heute-journal“, „sportstudio“ und 18-Uhr-„Sportschau. Auf Platz 9 befindet sich das stärkste Programm der Privatsender, RTL-Film „Brothers Grimm“. Den schauten 2,24 Mio. – für RTL-Verhältnisse schwache 9,7%. Sat.1 folgt mit „Asterix bei den Briten“ und 2,07 Mio. knapp dahinter auf Rang 11, ProSiebens „Sommermädchen“ belegen mit 1,33 Mio. nur den 33. Platz. Damit landeten sie sogar noch hinter Folge 2 des WDR-Zweiteilers „Das Konto“, den dort 1,41 Mio. Leute sahen – sensationell gute 6,5%. Teil 1 kam um 20.15 Uhr immerhin schon auf 4,8%. Normal sind für das WDR Fernsehen 2,7%.

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