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Fotojournalismus – ein sterbendes Gebiet?

Die "New York Times" nimmt die Probleme der berühmten Pariser Agentur Gamma zum Anlass für einen Klagegesang über den wirtschaftlichen Niedergang des Fotojournalismus. Sparzwänge in den Redaktionen weltweit haben Gamma gezwungen, nach einem Halbjahres-Verlust von drei Millionen Euro Gläubigerschutz zu beantragen. Olivia Riant, Sprecherin der Muttergesellschaft Eyedea, sagte der Zeitung: “Die aktuelle, nachrichtliche Fotografie ist am Ende."

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Gamma, das von einem Pariser Gericht sechs Monate Zeit zur Reorganisation unter Gläubigerschutz bekam, will nur noch für Magazine tätig werden und den tagesaktuellen Fotojournalismus ganz aufgeben. „Das Geschäftsmodell funktioniert heute nicht“, erklärte Riant, „und wir sehen nicht, dass es in Zukunft ohne gravierende Änderungen wieder funktionieren könnte.“ Die 1966 gegründete Agentur trug zum Ruf von Paris als Welthauptstadt der Fotografie bei, muss sich jetzt aber von etlichen ihrer 56 Angestellten trennen.
Die „New York Times“ wertet das als Symptom eines größeren Problems: „Fotos und Videos von Amateuren mit Kamerahandys stehen Minuten später im Netz.“ Deshalb fällt es Zeitungen leicht, ihre Fotoetats zusammenzustreichen.

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