Bundesliga startet mit einem Tagessieg

Die große Sehnsucht der Fans nach Bundesliga-Fußball hat sich am Freitag in Top-Quoten für das Eröffnungsspiel umgewandelt. 5,39 Mio. sahen insgesamt im Ersten zu, darunter 1,72 Mio. 14- bis 49-Jährige. Marktanteile von 23,5% und 20,1%, sowie die ersten Plätze in beiden Zuschauergruppen. Im jungen Publikum landeten die schärfsten Konkurrenten von RTL abgeschlagen bei schwachen Marktanteilen von 12,8% und 13,4%, Sat.1 kam nichtmal über die 10%-Marke, einzig ProSieben kann noch zufrieden sein.

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Der Freitag bei den 14- bis 49-Jährigen:

Das Spiel zwischen dem Deutschen Meister Wolfsburg und dem VfB Stuttgart konnte damit zwar nicht ganz mit den Zahlen der vorigen Saison mithalten, als 2,00 Mio. junge Fans das Match zwischen dem FC Bayern und dem HSV sahen, doch der Marktanteil lag mit 20,1% sogar über dem des Bayern-HSV-Matches aus der Saison 2008/09 (19,6%). Auch die „Sportschau live“-Moderationen holten mit 1,18 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 15,0% gute Zahlen im jungen Publikum und belegen Platz 3. Quoten-Silber ging – wenn man die nichtmal sieben Minuten langen Halbzeit-„Tagesthemen“ aus der Wertung nimmt – an „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Die RTL-Soap kam um 19.35 Uhr auf Werte von 1,34 Mio. und 21,8%.

In der Prime Time hatte RTL dann aber das klare Nachsehen: „Die 10 witzigsten TV-Shows“ blieben bei 1,01 Mio. und 12,8% hängen, „Die ultimative Chart Show – Die erfolgreichsten Stars der 70er Jahre“ kam im Anschluss auf 1,14 Mio. und 13,4%. Auch die in den vergangenen Tagen so extrem gut laufende neue 17-Uhr-Serie „Die Schulermittler“ erzielte zum Abschluss ihres nur einwöchtigen tests einen unterdurchschnittlichen Marktanteil: 15,9%. Dafür schoss „Mitten im Leben“ zuvor aber auf 20,4%. Zurück zur Prime Time. ProSieben kann dort wie angedeutet mit seinen Ergebnissen zufrieden sein. „Projekt: Peacemaker“ hatte zwar mit dem Tagessieg nichts zu tun, kam mit 1,01 Mio. 14- bis 49-Jährigen aber auf 12,2% – im Gegensatz zu RTL ist ein solcher Wert durchaus ein kleiner Erfolg für ProSieben. „Galileo Mystery“ stürzte im Anschluss hingegen auf unschöne 8,1%.

Bei Sat.1 lief es am gesamten Abend nicht rund. „Schmitz in the City“ blieb bei 9,7% hängen, „Die Comedy-Falle“ bei 8,2%, „Kesslers Knigge“ bei 9,8% – war mit 0,81 Mio. 14- bis 49-Jährigen aber immerhin meistgesehene Sat.1-Sendung des gesamten Tages. Erst mit „Mensch Markus“ ging es um 22.45 Uhr auf solide 11,0% hinauf. In den Sendungs-Charts musste Sat.1 sogar einer kabel-eins-Serie den Vortritt lassen: „Cold Case“ sprang mit dem Start neuer Folgen auf glänzende Werte von 0,83 Mio. und 9,6%. Ähnliches gelang zuvor auch „Ghost Whisperer“. Ebenfalls mit neuen Episoden am Start erzielte die Mysteryserie um 20.15 Uhr mit 0,74 Mio. Werberelevanten glänzende 9,4%. Nicht mithalten konnte da Vox, doch immerhin erreichte „CSI: NY“ am neuen Serien-Freitag mit einer Doppelfolge solide 7,7% und 7,6% und „Law & Order: Special Victims Unit“ um 21.55 Uhr ähnliche 7,8%. Richtig gut lief es für „Law & Order: Special Victims Unit“ um 22.40 Uhr mit 10,4%. Damit war diese späte Folge auch die meistgesehene Vox-Sendung des Tages.

RTL II konnte bei diesen Spitzenzahlen von kabel eins und Vox nur neidisch zusehen: „Doc Hollywood“ erreichte um 20.15 Uhr nur 5,2%, „Schrei, wenn Du kannst“ im Anschluss immerhin ordentliche 6,5%. Und schließlich das ZDF: Dort kam „Ein Fall für zwei“ auf ebenfalls ordentliche 7,2%, die „SOKO Leipzig“ auf 6,6%. Bei den kleineren Sendern setzte sich auch diesmal wieder Super RTL an die Spitze: „In einem Land vor unserer Zeit – Der geheimnisvolle Zauberstein“ kam auf 0,25 Mio. 14- bis 49-jährige Zuschauer und 3,1%. Noch höher einzuschätzen sind aber die 2,8% für „Der Trödel-King“ im WDR Fernsehen.

Der Freitag im Gesamtpublikum:

Auch insgesamt gewann der Fußball. 5,39 Mio. Fans beförderten das Eröffnungsspiel der Bundesliga auf den ersten Platz – mit riesigem Vorsprung vor dem ZDF-Krimi „Ein Fall für zwei“ (3,81 Mio.). Auch die Plätze 3 bis 6 teilen sich ARD und ZDF brüderlich: Die „Sportschau live“-Moderationen sahen 3,57 Mio., die „SOKO Leipzig“ 3,40 Mio., die 20-Uhr-„Tagesschau“ 3,23 Mio. und die 19-Uhr-„heute“-Ausgabe 2,96 Mio. Zuschauerstärkstes Privatsender-Format war „RTL aktuell“, das mit 2,76 Mio. Sehern Platz 7 belegt. Knapp dahinter folgen mit wieder einmal sensationellen Marktanteilen die Sat.1-Courtshows „Richterin Barbara Salesch“ (2,42 Mio. / 27,7%) und „Richter Alexander Hold“ (2,42 Mio. / 26,5%).

Keine Chance hatten die Privatsender wegen des Fußballs hingegen in der Prime Time. Hier lief es für „Die ultimative Chart Show“ mit 1,94 Mio. Sehern und 8,7% noch am besten, zufriedener sein kann aber ProSieben mit den 7,2% für „Projekt: Peacemaker“ – ein überdurchschnittlicher Marktanteil. Starke Zahlen gab es zudem für „Law & Order: Special Victims Unit“ (Vox / 22.40 Uhr / 8,0%) und „Cold Case“ (kabel eins / 21.15 Uhr / 5,7%). Bei den kleinen Sendern überzeugte vor allem das Bayerische Fernsehen mit seinen „Melodien der Berge“. 1,25 Mio. Zuschauer beförderten die Sendung in die Tages-Top-50 und den Marktanteil auf 5,7%. Normal sind für das Bayerische Fernsehen 2,0%. Auch die „NDR Talk Show“ lief hervorragend: Im NDR Fernsehen katapultierte sie sich auf 5,6%.

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