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‚Twitter-Nutzung flüchtig und wenig intensiv‘

Die Marktforschungs-Experte von Nielsen haben sich die Zwitscher-Gepflogenheiten der Deutschen näher angesehen. Ihre Erkenntnisse überraschen: Hierzulande twittern mehr Frauen als Männer und das Interesse an dem Microblogging-Dienst scheint mehrheitlich flüchtig zu sein. Trotzdem gelang es Twitter zwischen April und Juni, seine einheimischen Nutzerzahlen annähernd zu verdoppeln. So weist die Nielsen Statistik für Deutschland 1,8 Millionen Nettonutzer (Unique Audience) von Twitter.com aus.

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„Betrachtet man die Nutzung unter demographischen Aspekten, zeigt sich zunächst, dass Frauen mit 54,1 Prozent in der Nutzerschaft im Juni häufiger auf Twitter vertreten waren als die männlichen Twitterer“, schreibt Nielsen in seiner Analyse.

Darüber hinaus legen die Marktforscher dar, auf welchem Weg die Surfer zu Twitter gelangen. „Rund 1,5 Millionen Nettonutzer geben nicht direkt die URL in ihr Browserfenster ein, sondern finden über andere Internetseiten zu Twitter.“ Besonders viel Traffic wird laut Nielsen von Google generiert. Was nach Meinung der Experten die Frage aufwirft, ob es sich bei den Nutzern überhaupt um regelmäßige Besucher handelt. „Denn denkbar ist auch, dass ein Teil der Nutzerzahlen nur aus kurzfristigem Interesse an bestimmten Themen oder erhöhter medialer Aufmerksamkeit resultiert.“

Für die Marktforscher lassen diese Erkenntnisse nur den Schluss zu, dass die tatsächliche Nutzung des Microblogging-Dienstes bei vielen Surfern „eher flüchtig und wenig intensiv gewesen“ ist. Ein weiteres Indiz für diese Deutung ist auch die auf der Webseite verbrachte Zeit. Denn im Vergleich zu anderen Social Networks blieben lediglich 6,5 Prozent der Nutzer mehr als 30 Minuten auf Twitter. Facebook dagegen kommt auf einen Wert von 31,8 Prozent und Wer-kennt-wen sogar auf 43,8 Prozent. „Dieses Ergebnis ist selbstverständlich auch darauf zurückzuführen, dass das Verfassen der 140-Zeichen-Tweets darauf ausgerichtet ist, schnell und in Echtzeit zu kommunizieren und damit weniger Zeit in Anspruch nimmt als die Kontaktpflege über andere soziale Netzwerke“, schreibt Nielsen.

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