Kampf um Olympia: Sky überbietet ARD/ZDF

Ob Fußball-WM oder Olympia: Als Vor-Wettkampf vor jedem sportlichen Großereignis veranstalten die wichtigsten TV-Stationen mittlerweile ein traditionelles Wettbieten um die TV-Rechte. Im aktuellen Duell beharken sich ARD/ZDF und Sky um die Lizenz für die Olympischen Spielen 2014 und 2016. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind nach "Spiegel"-Informationen bereit rund 90 Millionen Euro zu bieten. Die Sky-Offerte soll bei über hundert Millionen Euro liegen.

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Der Hauptgrund für das überraschend niedrige Gebot von ARD und ZDF, liegt – laut „Spiegel“ – darin begründet, dass der Austragungsort der Sommerspiele 2016 noch nicht feststehe. Die Entscheidung fällt am 2. Oktober zwischen Madrid, Tokio, Rio oder Chicago.

Bis auf die spanische Hauptstadt, hätten aus deutscher TV-Sicht, alle anderen Städte den Nachteil von erheblichen Zeitunterschieden. Die Übertragungen würden entweder am Morgen oder am späten Abend stattfinden. Selbst bei einem Sieg von Madrid sorgen sich die ARD- und ZDF-Manager, dass die wichtigen Entscheidungen sehr spät terminiert werden würden, weil die Organisatoren den mächtigen US-Networks entgegenkommen wollen.

Der Bezahlsender Sky hat offenbar weniger Bedenken in Bezug auf den Austragungsort und die Übertragungszeiten. Nach Meinung von Branchenkennern ist die Münchner-Offerte deshalb wesendlich attraktiver, als das ARD/ZDF-Angebot. Wie man öffentlich-rechtliche Sender aussticht, weiß der Murduch-Sender bereits sehr gut. Denn in Italien gelang schon ein ähnlicher Coup. Dort setzte sich Sky gegen die staatliche RAI-Gruppe durch.

Die Bewerbungsfrist für die TV-Rechte endet am 31. Juli. Unabhängig davon, ob sich Sky oder ARD/ZDF durchsetzen scheint ein Verlierer des Wettbietens bereits festzustehen: Es ist das IOC. Laut „Spiegel“ erwartete das Internationale Olympische Komitee vor Wochen noch alleine aus Deutschland Einnahmen von rund 200 Millionen Euro.

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