Disney verdient 26 Prozent weniger

Nach Viacom und Time Warner trifft die Rezession auch den dritten großen US-Medienkonzern schwer: Walt Disney Co, mit einem Börsenwert von 47 Milliarden Dollar das wertvollste Medienunternehmen der Welt, musste nach Handelsschluss an der Wall Street einen Gewinnbruch von 26 Prozent im abgelaufenen zweiten Quartal eingestehen - die Umsätze gaben um sieben Prozent nach. CEO Robert Iger sieht dennoch Zeichen der "Stabilisierung" in der Geschäftsentwicklung.

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Der im Traditionsindex Dow Jones gelistete Unterhaltungskonzern verdiente immerhin noch 954 Millionen Dollar oder 51 Cent je Aktie. Das entsprach genau den Konsensschätzungen der Wall Street. Die Umsätze gaben unterdessen um sieben Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar nach. Die Analysten hatten jedoch mit Erlösen von 8,83 Milliarden Dollar gerechnet.

Alle Geschäftsbereiche gerieten unter Druck. Die Filmstudio-Sparte büßte etwa 12 Prozent der Umsätze ein und erlöste bei Verlusten von 12 Millionen Dollar nur noch 1,26 Miilliarden. Im TV-Segment (ABC, ESPN, Disney Channel) hielten sich Erlöse zwar relativ konstant (minus zwei Prozent), doch die Gewinne brachen dafür um 13 Prozent nach. Vor der Vorzeigesender ABC spürte das brutale Ausmaß der Werbekrise mit einem Gewinneinbruch von 34 Prozent.

Und auch die Disney Themenparks mussten in Krisenzeiten die erwarteten Rückgänge hinnehmen. Die Umsätze gaben um 9 Prozent, die Gewinne gar um 19 Prozent nach. CEO Robert Iger wollte dennoch Zeichen der „Stabilisierung“ in der Geschäftsentwicklung entdeckt haben.

Anleger konnte Iger damit indes zunächst nicht überzeugen. Im nachbörslichen Handel gab die Disney-Aktie um fast vier Prozent auf 25 Dollar nach.

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