Time Warner: 34 % weniger Gewinn

Die Werbekrise hat die US-Medienbranche weiter fest im Griff: Einen Tag nach Viacom muss auch Time Warner einen happigen Gewinneinbruch verkraften. Um mehr als ein Drittel gaben die Erträge des einst größten Medienkonzerns der Welt nach, der sich mit der Trennung seiner Internetsparte AOL derzeit voll im Umbruch befindet. Der Rückgang war jedoch von Analysten erwartet worden und fiel gar noch geringer aus als prognostiziert. Vor allem die TV-Sparte mit HBO und Turner Broadcasting überraschte positiv.

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Der Aderlass geht weiter: Ein Drittel weniger Gewinn scheint derzeit Konsens bei den großen US-Medienkonzernen zu sein. Einen Tag nachdem Viacom ein Minus im zweiten Quartal von 32 Prozent bekannt gegeben hatte , musste Branchenrivale Time Warner einen Gewinnrückgang von 34 Prozent eingestehen.

Nach 792 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum verdiente das in New York ansässige Medienkonglomerat nunmehr 519 Millionen Dollar oder 43 Cent je Anteilsschein. Das war mehr als die von Thomson Reuters befragten Analysten im Durchschnitt prognostiziert hatten – die Konsensschätzungen lagen bei 37 Cent.
Wie schon bei Viacom fielen die Umsätze indes schwächer aus als erwartet: Statt der prognostizierten 6,97 Milliarden Dollar erlöste Time Warner 6,81 Milliarden Dollar. Das entsprach einem Umsatzrückgang von 24 Prozent.

Time Warner hält an Jahresprognose fest – Aktie tendiert freundlich

Positiv immerhin: Die Umsätze der Network-Sparte, zu der die Fernsehkanäle HBO und Turner Broadcasting gehören, legten gegen den Marktrend um fünf Prozent zu – die Gewinne kletterten gar um 17 Prozent.
Für das Gesamtjahr hält Konzernchef Jeff Bewkes weiter an seiner Prognose fest. Entsprechend freundlich tendierte dann auch die Time Warner-Aktie zur Handelseröffnung an der Wall Street: Das Papier starte mit einem Plus von 2 Prozent auf 27,50 Dollar

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