„RP“ will Mehrheit an Aachener Zeitung

Die Verlagsgesellschaft "Rheinische Post" will im Rheinland weiter expandieren. Verlagschef Clemens Bauer bestätigte gegenüber dem Branchendienst "Kontakter", einen entsprechenden Übernahmeantrag beim Kartellamt gestellt zu haben. "Im Rahmen eines förmlichen Fusionskontrollverfahrens melden wir die Übernahme der AVG-Anteile an." In der Montagsausgabe des Medienmagazins heißt es, dass bis auf eine Partei die 25 Erben der vier Zeitungsgründer-Familien ihre Anteile verkaufen wollen.

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Damit stünden 87,5 Prozent der Verlagsgesellschaft zum Verkauf. Der „RP“-Verlag ist bereits mit 24,5 Prozent an dem Aachener Haus beteiligt. An der Übernahme der Gruppe waren nach Angaben des „Kontakter“ auch der Kölner Verlag DuMont Schauberg sowie die WAZ-Gruppe aus Essen interessiert. Experten schätzen den Wert des Zeitungsverlags Aachen auf 40 bis 60 Millionen Euro.
Die „Rheinische Post“ erscheint in 31 Lokalausgaben und kommt aktuell auf einen Gesamtverkauf von 381.800 Exemplaren. 344.747 davon sind Abonnements. Im 12-Monats-Trend ist lediglich der Verkauf am Kiosk um zwei Prozent gesunken. Das Kernverbreitungsgebiet erstreckt sich vom Bergischen Land bis zur niederländischen Grenze. Im Januar hat die Verlagsgesellschaft das Regionalblatt „Neuß-Grevenbroicher Zeitung“ übernommen, zudem gibt die „RP“ das „Benrather Tageblatt“ und das „Bocholter-Borkener Volksblatt“ heraus.

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