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Web.de beerdigt Community Unddu.de

Web.de zieht bei seiner Online-Community Unddu.de den Stecker. Die Website wird zum 31. August eingestellt. Ursprünglich wollte Web.de die Community Unddu.de zum größten Sozialen Netzwerk Deutschlands ausbauen. Innerhalb eines Jahres sollte eine siebenstellige Nutzerzahl erreicht werden. Mitgliedern von Unddu.de wurden am Dienstag via E-Mail von dem Ende der Community informiert. Die Konkurrenz der Communitys mit Holtzbrincks VZ-Gruppe, Facebook, MySpace und wer-kennt-wen.de war einfach zu groß.

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Das Aus für Unddu.de wurde den Mitgliedern am Dienstag via E-Mail verkündet. Eine Sprecherin hat die Entscheidung gegenüber MEEDIA bestätigt. In der Mail, die an die Nutzer verschickt wurde, heißt es: „Es gibt im Internet mittlerweile eine solche Fülle von Communitys für jeden Geschmack und jedes Interessensgebiet, dass eine Abgrenzung der einzelnen Angebote immer schwieriger wird. Leider ist es Unddu.de in den letzten Jahren nicht gelungen, eine eigene Nische zu finden. Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Dienst zum oben genanntem Datum abzuschalten.“ Unddu.de wurde erst im April 2007 von web.de gestartet. Das Kalkül, dass zahlreiche Nutzer der populären E-Mail-Dienste von GMX und Web.de zur Unddu.de-Community wechseln, ging nicht auf.

An einen Erfolg von Unddu.de glaubte aber auch bei Web.de bereits kurz nach dem Start im April 2007 offenbar niemand mehr so recht. Bereits im November 2007 startete Web.de mit Short View eine weitere Community. Umso erstaunlicher, dass den Unddu.de-Nutzern in einer Abschiedsmail nicht Short View als Alternative empfohlen wird, sondern ausgerechnet das US-amerikanische Facebook. Wörtlich heißt es in der Mail: „All denjenigen, die bisher in keiner anderen Community als Unddu.de angemeldet sind, möchten wir die Seite www.facebook.com empfehlen. Hier könnt Ihr Euch, ähnlich wie bisher bei Unddu.de, von Eurer besten Seite präsentieren, Eure Bilder einstellen, mit Anderen in Kontakt treten, Inhalte mit ihnen teilen und vieles mehr.“ Dass nicht das alternative Angebot aus dem eigenen Hause empfohlen wird, ist zumindest bemerkenswert.

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