Fußball startet ohne Sensationsquoten

Auch die ersten Fußballspiele der neuen Saison, die des recht unbedeutenden T-Home-Cups konnten die akute Ferienzeit-bedingte Zuschauerschwäche nicht beleben. Nur 1,12 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen die zweite Halbzeit des Spiels zwischen den Bayern und dem HSV. Immerhin reicht das für einen guten Marktanteil von 16,7%, aber nicht für die vorderen Plätze. Dort findet sich aber trotzdem Sat.1: "Asterix und Kleopatra" gewann mit ganzen 1,38 Mio. jungen Zuschauern den Samstag.

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Der Samstag bei den 14- bis 49-Jährigen:

Diese 1,38 Mio. dürften die geringste Zuschauerzahl sein, die in diesem Jahr bisher für einen Tagessieg gereicht hat. Auch Platz 2 geht an Sat.1: Die letzte „Sportfreunde Pocher“-Folge vor dem Livespiel am kommenden Wochenende sahen 1,33 Mio. 14- bis 49-Jährige. „Asterix“ und „Pocher“ kamen damit auf gute 14,9% und 14,7%. Der T-Home-Cup startete am Nachmittag zunächst sehr verhalten: Den Stuttgarter Sieg gegen Schalke verfolgten in den beiden Halbzeiten nur je 0,65 Mio. Werberelevante – das reichte für 12,8% und 12,6%. Die Bayern befeuerten die Werte dann eindeutig – auf je 16,7%. Wie ereähnt reichten die 1,05 Mio. und 1,12 Mio. aber nicht für die ganz vorderen Plätze, Durchgang 2 belegt damit Rang 5 der Tageswertung.

Wie durchschaubar das Fernsehpublikum ist, zeigt der dritte Platz der Tageswertung: Nachdem bei ProSieben die „Sommermädchen 2009“ mit 9,4% wieder klar unter dem Soll blieben, schossen die neuen Folgen von „All about Sex – Promis klären auf“ auf 14,9% und mit 1,30 Mio. Sehern auf Platz 3. Damit schlug der ProSieben-Trash auch das gesamte RTL-Programm. Die Kölner mussten am Samstag ganz klar einen misrablen Tag erdulden. Zwischen 12 Uhr mittags und 3 Uhr nachts übersprang mit „RTL aktuell“ nur eine einzige Sendung die RTL-Normalwerte, alle anderen blieben darunter. Für die beiden Abendfilme „Killer Babes“ und „Das Omen“ gab es beispielsweise nur schwache 13,2%.

Damit kam sogar das ZDF RTL im jungen Publikum recht nahe: Krimi „Ein starkes Team“ erzielte sehr ordentliche 11,6%. Im Ersten blieb parallel dazu der „Musikanten-Dampfer“ bei 3,7% stecken, dafür holte sich die 20-Uhr-„Tagesschau“ 14,2%. Bei den Sendern der zweiten Privat-TV-Liga tat sich „Red Heat“ von Vox besonders hervor: Der Actionreißer kam um 20.15 Uhr auf stolze 10,3%. Bei RTL II blieb Arlington Road“ mit 6,1% hingegen im Mittelmaß hängen, kabel eins erreichte mit seinen Serien „Without a Trace“, „Justice“ und „Medical Investigation“ nur 5,0% bis 5,8%. Unter den kleineren Sendern gab es in der Prime Time keine sonderlichen Erfolge, die meisten jungen Zuschauer holte sich daher erneut die Tour de France bei Eurosport: 0,34 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen die Samstags-Etappe im Durchschnitt – erneut extrem starke 7,6%.

Der Samstag im Gesamtpublikum:

Insgesamt gab es mit der 20-Uhr-„Tagesschau“ immerhin eine Sendung, die vond en schwachen Sommer-Zuschauerzahlen nichts wissen wollte. 5,61 Mio. sahen die Nachrichten – das würde auch im Frühjahr oder Herbst an dem einen oder anderen tag für den Sieg reichen. Dahinter lieferten sich die beiden 20.15-Uhr-Programme von ARD und ZDF einen Kampf um Rang 2, den am Ende „Ein starkes Team“ für sich entschied. 4,85 Mio. sahen den ZDF-Krimi. Der „Musikanten-Dampfer“ ergatterte 4,37 Mio. Fans – die beiden Programme erreichten mit 18,8% und 16,9% sehr zufriedenstellende Marktanteile.

Auch auf den Plätzen 4 bis 7 finden sich mit den „Tagesthemen“, dem „heute-journal“, „heute“ und „Der Ermittler“ ausschließlich öffentlich-rechtliche Programme. Zuschauerstärkster privater Konkurrent war die zweite Halbzeit des T-Home-Cup-Spiels zwischen dem HSV und den Bayern: 2,90 Mio. hievten sie auf Rang 8. In der Prime Time gewann auch hier Sat.1 das Rennen der Privatsender: mit „Asterix und Kleopatra“ und 2,38 Mio. Sehern. Die „Killer Babes“ von RTL unterlagen mit 2,14 Mio. und einem schwachen Marktanteil von 8,3%. Erwähnenswert sind zudem die sehr guten 5,2% für den Uschi-Glas-Film „Meine liebe Familie – Zeit für Veränderung“ im WDR Fernsehen – in etwa das Doppelte der WDR-Normalwerte.

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