Google: Gewinne und Umsätze legen zu

Die Wachstums-Story geht weiter: Google hat gestern nach Handelsschluss an der Wall Street Quartalszahlen vorgelegt, die die Vorjahresergebnisse auch im wirtschaftlich schwierigen Umfeld erneut übertrafen. Die Gewinne zogen nochmals um erstaunliche 19 Prozent an – und lagen damit deutlich über den Analystenschätzungen. Doch es gab auch Makel in der Bilanz: So blieben das Umsatzwachstum von nur drei Prozent unter den Markterwartungen zurück. Entsprechd gab die Google-Aktie im nachbörslichen Handel leicht nach.

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Die alten Gesetze der Wall Street gelten auch mitten in der tiefsten Wirtschaftskrise: Gut ist nicht immer gut genug. Das musste Internet-Schwergewicht Google bei Vorlage seiner Bilanz für das abgelaufene zweite Geschäftsquartal feststellen. So ging die Google-Aktie trotz erneuter Rekordzahlen nachbörslich in den Sinkflug über und schloss bei 428 Dollar, nachdem im regulären Handel noch 442 Dollar bewilligt worden waren.

Dabei gab es augenscheinlich überhaupt keinen Grund zur Enttäuschung. Nach 1,25 Milliarden im Vorjahreszeitraum verdiente Google nunmehr stolze 1,48 Milliarden Dollar oder 5,35 Dollar je Aktie, was einem Gewinnwachstum von 19 Prozent entsprach. Analysten hatten lediglich mit 5,05 Dollar je Anteilsschein gerechnet.

„Googles Wachstum kommt zum Erliegen“

Die Flecken auf der weißen Weste waren jedoch beim Umsatz zu finden. Zwar konnte der an der Technologiebörse Nasdaq gelistete Internet-Konzern seine Erlöse noch mal steigern – nämlich von 5,35 auf 5,52 Milliarden Dollar. Doch das entsprach lediglich einem Umsatzwachstum von 3 Prozent.

Entsprach kritisch fielen dann auch die ersten Einordnungen aus. „Googles Wachstum kommt zum Erliegen“, titelte etwa das Technologie-Portal „Alley Insider“. “Es war ein Spaß, solange es gut ging.“ Und mehr noch: Schon im nächsten Quartal dürften sich die Umsätze rückläufig entwickeln, glaubt etwa der frühere Internetaktienanalyst Henry Blodget.

Für eine positive Überraschung konnte dagegen die bereits als Milliardengrab verschrienene Internet-Investion YouTube sorgen. CEO Eric Schmidt betonte, die Onlinevideo-Tochter könne bereits in wenigen Quartalen schwarze Zahlen schreiben. Damit hätte Google dann wieder an Wachstumsdynamik zurückgewonnen.

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